Linker Nationalismus (Abertzalismus) im Baskenland ist kein Widerspruch zu einem starken Internationalismus. Jahrhundertelange Migration und die Solidarität mit unterdrückten Völkern haben zu einer breiten internationalistischen Bewegung geführt, von Venezuela bis Kurdistan, von Palästina bis Kuba.
Der Treibstoff des Krieges
Die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo) ist eine der instabilsten und umkämpftesten Regionen des afrikanischen Kontinents. Seit dem Einmarsch der Armeen der Nachbarländer Uganda und Ruanda 1996 und 1998 wird das Land von einem ununterbrochenen Konflikt heimgesucht, welcher in den vergangenen Jahrzehnten das Leben von mehr als 6 Millionen Menschen gefordert hat. Heute kämpfen unzählige Milizen-Verbände und Warlords um die Vormachtstellung und Einflussgebiete in dem zentralafrikanischen Land.
Linke Zweifel
Wahlen in Venezuela: Auch Linke aus Brasilien, Mexiko und Kolumbien fordern Klarheit. Die Kritik am Führungsstil von Nicolás Maduro in Venezuela sind auch bei dessen Verbündeten vor den Wahlen größer geworden. Lula da Silva aus Brasilien, Andrés Manuel López Obrador aus Mexiko oder Gustavo Petro aus Kolumbien fordern nun, die Wahlakten zu veröffentlichen. Das hatte Maduro auch versprochen, geliefert hat er bisher nicht. So lange erklärt sich die rechte, korrupte María Corina Machado zur Wahlsiegerin.
Interview mit Ex-Militär
Kein Geringerer als ein ehemaliger General-Inspekteur der Bundeswehr und vormals Vorsitzender des NATO-Militäraus-Schusses warnt seit einiger Zeit vor den Folgen einer weiteren Eskalation im Ukraine-Krieg. Im ersten Teil des Interviews bezog sich Harald Kujat auf die neuen NATO-Beschlüsse. Im zweiten Teil geht es um die Gefahr eines dritten Weltkriegs, die Verhandlungen in Istanbul 2022, sowie um die Ursachen des Konflikts. Zugleich wagt er einen Ausblick. Mit dem General a. D. sprach Éva Péli.
Staat ohne Macht
Im westafrikanischen Staat Niger (bis 1960 französische Kolonie), einem der ärmsten Länder der Welt, kämpft das aufständische Militär gegen Islamisten und westliche Bevormundung um „die Wiedererlangung der vollständigen Souveränität“. Die große Mehrheit der Bevölkerung lebt von landwirtschaftlicher Subsistenz, die Hälfte davon in tiefer Armut. Der Staatshaushalt resultiert aus Lizenzen für Rohstoff-Abbau im neokolonialen Stil. Viele versuchen in Algerien ihr Glück, andere im Schmuggel von Waffen.
Versuch von Brasilien und Kolumbien
Der brasilianische Regierungschef Lula da Silva und Gustavo Petro aus Kolumbien versuchen Nicolas Maduro eine Brücke zu bauen und schlagen ihm nach den Wahlen Lösungen wie international überwachte Neuwahlen vor. Das lehnen sowohl Regierung wie auch Opposition aus unterschiedlichen Gründen ab. Maduro hat seit fast vier Wochen die offiziellen Wahlakten nicht veröffentlicht. Die vielen gefälschten Wahl-Akten der Opposition, ihren angeblichen Wahlsieg zu belegen, wurden von neutraler Seite entlarvt.
Was droht ist Faschismus
Region der Extreme: Lateinamerika zwischen dem Kampf um Selbstbestimmung und der Abwehr rechter Umstürze und faschistischer Regime. Mexiko und Brasilien bleiben sozialdemokratisch. Venezuela wählt mit offenem Ausgang. El Salvador und Ecuador sperren Tausende weg. Sandinismus bedeutet Diktatur. Bolivien kann Vorbild sein: Die Putschisten haben es dort nicht geschafft. Kolumbien will Guerrilla entwaffnen. Weiter Kampf der Mapuche in Chile. Argentinien ist am Boden. Egal, wer gewinnt in den USA.
Interview mit Ex-General
Vor den Folgen einer weiteren Eskalation im Ukraine-Krieg warnt der ehemalige Bundeswehr-General-Inspekteur und frühere Vorsitzende des NATO-Militär-ausschusses Harald Kujat seit Längerem. Im ersten Teil des Interviews äußert er sich zur Lage in der Ukraine, ebenso wie zu den neuen NATO-Beschlüssen, den russischen Verhandlungs-Angeboten und der “Friedens-mission“ von Ungarns Premier Viktor Orbán: “Die NATO könnte ähnliche Fehler begehen wie die USA in Vietnam“. Mit dem General a. D. sprach Éva Péli.
Geständnis durch Erpressung
Julian Assange wurde freigelassen, nachdem er der US-Justiz gegenüber Eingeständnisse gemacht hat. Obwohl es bei seinen Wikileaks-Berichten um Kriegs-Verbrechen ging. Der baskische Journalist Pablo Gonzalez ist seit mehr als 2 Jahren in Polen inhaftiert, angeblich wegen Spionage für Russland, aber ohne jegliche Anklage. Vieles spricht dafür, dass es gar keine Beweise gibt. Vielleicht soll er nach dem Beispiel Assange weich-gekocht werden, um ein falsches Geständnis zu machen und so frei zu kommen.