Linker Nationalismus (Abertzalismus) im Baskenland ist kein Widerspruch zu einem starken Internationalismus. Jahrhundertelange Migration und die Solidarität mit unterdrückten Völkern haben zu einer breiten internationalistischen Bewegung geführt, von Venezuela bis Kurdistan, von Palästina bis Kuba.
Gaza, Gefängnis ohne Wärter
Mit dem Titel “Wer hat zum x-ten Mal angefangen? Gaza – ein Gefängnis ohne Wärter“ wird im Internet-Portal die letzte mörderische Etappe im ewigen Konflikt zwischen Israel und Palästina untersucht. Während in Teilen Europas jegliche solidarische Stellungnahme zu Gunsten der Palästinenser*innen verboten oder diffamiert wird, vergeht im Baskenland kein Tag ohne Kundgebungen und Demonstrationen für das malträtierte Volk. Im Stadion oder auf der Straße: gegen Unterdrückung, Neo-Kolonialismus und Genozid.
Wer war es und warum?
Ein Jahr nach der Zerstörung der Gas-Pipeline Nord-Stream-2 in der Ostsee ist immer noch nicht klar, auf wessen Konto dieser Anschlag geht. Bei der Zuschrei-bung der Verantwortung geht es zu wie im Selbst-bedienungs-Laden. Für die Ukraine war es selbst-verständlich Russland. Unabhängige Medien (wie der Spiegel) halten sich mit einer abschließenden Bewertung zurück, stellen aber fest: trotz Zweifeln führen alle Spuren in die Ukraine. Einer widerspricht: My-Lai- und Watergate-Aufdecker Seymour Hersh.
Krieg auf Kosten des Volkes
Die palästinensisch-islamistische Organisation Hamas führt Krieg gegen den Staat Israel – der Staat Israel führt Krieg gegen die palästinensische Bevölkerung. So wird der Krieg im Oktober 2023 in Palästina in der baskischen Politik und in den Medien beschrieben. Denn Gaza ohne Strom, Wasser, Benzin und Lebensmittel zu lassen, trifft nicht Hamas, sondern die Ärmsten der Armen, die Krankenhäuser, die elementarste Versorgung. Woher kommt die islamistische Hamas und wohin geht der zionistische Staat Israel?
Die Konterrevolution von 1973
Der Militärputsch faschistischer Generäle in Chile am 11. September 1973 gegen Allende bildete die Grundlage für die “neoliberale Konterrevolution“ und die Umsetzung der wirtschaftsliberalen Vorstellungen der sogenannten Chicago Boys. Das Chile der Diktatur wurde zu einer Art von Labor für die radikale Umsetzung eines Kapitalismus ohne Sozialstaat, dessen Folgen in der Gesundheits- und Rentenversorgung bis heute zu spüren sind. Chile ist bis heute der OECD-Staat mit der größten sozialen Ungleichheit.
Was sich in der Welt bewegt
Baskultur.info kümmert sich weiter um internationale Nachrichten, die nicht in der Mainstream-Presse zu lesen sind. Schon gar nicht auf den Titelseiten. Dabei blicken wir über den Tellerrand und auch über die Ozeane. Ein erster Blick geht in den kleinen Bundesstaat Rhode Island in den USA, wo an der Universität eine Ausstellung eröffnet wurde, die sich kritisch mit der Masseninhaftierung von Schwarzen und Gefängnis-Industrie befasst und ein schlechtes Licht wirft auf das “freieste Land der Welt“.
Schwarze Frauen besonders betroffen
Die Zahl schwarzer Opfer von Polizeigewalt in den USA ist seit Langem hoch. Das Risiko, von einem Polizisten erschossen zu werden, ist für Afroamerikaner*innen 2,5 Mal größer als für Weiße. Daneben existiert ein direkter Zusammenhang zwischen rassistischer und sexistischer Unterdrückung und Gewalt. Danach stehen nicht allein schwarze Männer im Fokus der hochgerüsteten Polizisten, sondern auch schwarze Frauen. Diese sexistisch-rassistische Gewalt ist weniger sichtbar und wird weniger thematisiert.
Geschichte eines politischen Gefangenen
Eine Ausstellung in der Universität Rhode Island in den USA zeigt Persönliches des afro-amerikanischen politischen Gefangenen Mumia Abu-Jamal. Mit dem Stift hat Mumia in der Zelle handschriftlich mehrere Bücher verfasst. Wegen Auflagen durfte er sie nicht behalten. Verloren gingen sie nicht. Erst eingelagert, gingen sie 2011 an eine befreundete Journalistin und im Jahr 2022 an die Bibliothek der Universität. Ausgestellt als Teil der Kampagne “Stimmen der Massenverhaftung in den Vereinigten Staaten“.
Allendes Sozialismus-Projekt
Vor einem halben Jahrhundert stürzte ein in Washington von der US-Regierung geplanter Staatsstreich den chilenischen Präsidenten Salvador Allende und zerstörte den sogenannten "chilenischen Weg zum Sozialismus". Am 15. Juli 1971 hatte die Regierung von Salvador Allende den Kupfer-Bergbau verstaatlicht. Während der folgenden Diktatur wurden 3.227 Chilenen getötet, darunter der populäre Liedermacher Victor Jara, viele verschwanden spurlos. 1.102 von diesen Ermordeten gelten bis heute als vermisst.