Reisen

Die Kategorie REISEN berichtet über alternative und sozial verantliche Formen des Reisens und stellt Reiseziele auf kritische Art vor. Im Vordergrund steht der alternative Zugang zu bekannten Städten, daneben Besuchsziele, die nicht von Massenandrang geprägt sind, sich an baskischer Kultur orientieren, ökologischen Charakter haben und dazu beitragen, nachhaltige Lebensgrundlagen zu schaffen oder zu erhalten, insbesondere ländlicher Tourismus und Kooperativen-Projekte. Weitere Themen sind Ökologie und Reisekultur im Allgemeinen, die Geschichte des Tourismus in den baskischen Großstädten, aktuelle Tendenzen des Tourismus, alternative Stadtführungen, Kleinstädte und Dörfer, die Geschichte von Höhlen, der Jakobsweg, Meereskultur, Welt-Kulturerbe, Naturschutz- und Biosphären-Gebiete, interessante Ausflüge abseits der Metropolen, sowie Reiseberichte.

don2016 1Donostia zeigt Europa seine Kultur

Als am 30.Oktober 2015 das Programm für die Europäische Kulturhauptstadt in Donostia vorgestellt wurde, waren es noch genau 84 Tage bis zur Eröffnung des Großevents. Am 23. Januar 2016 erfolgt der Start für ein vielfältiges Kultur-Programm, das hunderte von kleineren und größeren Veranstaltungen und Festivals beinhalten wird. Unumstritten ist das Projekt keinesfalls, weder sein Charakter, noch die Tatsache, dass ausgerechnet eine baskische Stadt „spanische“ Kulturhauptstadt sein soll.

erstickt1Europas schwimmende Seuche

Die Möglichkeit, nach der Coronavirus-Pandemie wieder zu reisen hat zu einem vorher nie erlebten Reiseboom geführt, bei dem offenbar alle Rücksicht auf die Zukunft des Planeten über Bord geworfen werden. Die Scham ist vorbei. Für jene, die es sich leisten können, wird Reisen zum wichtigsten Menschenrecht. Das gilt nicht für die anderen, die aus Kriegsgebieten flüchten oder sich vor dem Hungertod in europäische Sicherheit bringen wollen und dabei im Mittelmeer ertrinken. Kreuzfahrerei wird zum Fanal.

lekeitio21Stadt mit Fischertradition

Der baskische Küsten- und Fischerort Lekeitio gilt als einer der schönsten an der baskischen Küste zwischen Muskiz und Miarritze (Biarritz). Der Hafen Lekeitios und die beiden Strände erstrecken sich entlang einer offenen Bucht, in die der Fluss Lea mündet. Die Lekeitio-Bucht hat eine gewisse Ähnlichkeit mit San Sebastián, da in ihrer Mitte eine kleine Insel mit dem Namen Garraitz - San Nicolas liegt, die zudem bei Ebbe auf einem Steinweg (Malecon) vom Strand aus zu erreichen ist.

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Urdabai, Plentzia-Mungia und Enkarterri

Die baskische Provinz Bizkaia verfügt über 59 Orte von hohem geologischen Wert, die auch im internationalen Maßstab teilweise eine große Bedeutung haben und unbedingt erhalten werden sollten. Das Programm zur Konservierung geologischer Vielfalt der baskischen Regierung listet die Gebiete Urdaibai, Plentzia-Mungia und Enkarterri unter den Top fünf in der Autonomen Region Baskenland (CAV) auf. Gefährdet sind die geologischen Werte insbesondere von urbanistischen Eingriffen, Mülldeponien und Tourismus.

pamplona05Geschichten um Stiere und Hemingway

Auch wenn die Stadt keinen Strand hat, ist August der Monat, in dem Pamplona die meisten Touristinnen empfängt. Vor allem in der Altstadt tauchen sie auf, die Kamera immer griffbereit. Was die meisten zuallererst wissen wollen: wo laufen im Juli die Stiere lang? Im Sommer sind nicht mehr die Fiestas oder Ernest Hemingway die touristischen Renner der Stadt, sondern die Absperrgeländer der Stierlaufbahn und die Figur des Heiligen San Fermin, der den Fiestas seinen Namen verleiht.

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Freizeitsport in den navarrischen Vorpyrenäen

Außer Hochgebirge hat das Baskenland landschaftlich alles zu bieten, sogar wüstenähnliche Gegenden. Aber davon soll an dieser Stelle nicht die Rede sein. Vielmehr von einem ansteigend bergigen Gebiet, das sich für verschiedene Freizeit-Sportarten eignet wie Bike, Wandern, Trekking oder Berglaufen. Das Ganze ist 30 Kilometer von Iruñea (Pamplona) entfernt, mit dem Auto eine starke halbe Stunde. In jener Gegend um Eugi hat eine Initiative alte Jakobswege genutzt, um sportliche Alternativen anzubieten.

jakob01Der baskische Pilgerweg

Auch in Zeiten von Meererwärmung und Gletscherschmelze, extremer Trockenheit und Überschwemmungen (Zeichen der Klimakatastrophe), besteht der reiche Teil der Menschheit auf seinem “Recht“ zu Reisen. Ökologischer Tourismus ist Mangelware. Auch ökologisch Gesinnte verzichten nicht auf ihre Flüge nach Ibiza, Indonesien oder Kenia. Einen Kontrast bilden die Jakobs-Pilger*innen, die (auch im Winter) auf ihren Wegen keine Kohlenstoff-Spuren hinterlassen. Ob sie nun spirituell oder wanderlustig daherkommen.

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Soziale Verantwortung beim Reisen!

Je mehr Menschen auf dem Erdball auf Reisen gehen, desto mehr konzentrieren sie sich an wenigen „attraktiven“ Orten: das Phänomen Massentourismus, der zu einer grundlegenden Veränderung der sozialen Verhältnisse der besuchten Orte führt. Im Baskenland ist im Sommer 2017 zum ersten Mal Kritik laut geworden an der von den baskischen Behörden verfolgten hemmungslosen Vermarktungs-Strategie. Das TourCert-Konzept wäre eine Alternative, die helfen könnte, die schlimmsten Auswüchse zu vermeiden.

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