111 items tagged "Frauen"

  • Lesben und Euskara

    leseus1Doppelt gegen den Strom

    Im Juni 2023 wurde im Txalaparta-Verlag ein Buch vorgestellt, das die Beziehung der aktuellen lesbisch-feministischen Bewegung in Euskal Herria mit der baskischen Sprache Euskara behandelt. Es geht somit um zwei “Abweichungen“ von der gesellschaftlichen Dominanzkultur. Erstens, Lesbe zu sein und das Lesbisch-Sein offen zu zeigen, zu leben und in der Gesellschaft ihre Sichtbarkeit einzufordern. Zweitens, die Minderheiten-Sprache Euskera zu praktizieren, sie zu fördern und neue Begriffe zu erfinden.

  • Maddi, Heldin gegen Nazis

    maddi01Die vergessene Fluchthelferin

    Auf den Spuren von Maddi, einer baskischen Heldin im Kampf gegen die Nazis im Baskenland. Die Schriftstellerin Edurne Portela (*1974, Santurtzi, Bizkaia) schreibt in ihrem neuen Buch über María Josefa Sansberro. Diese Frau aus Gipuzkoa war von nazi-deutschen Besatzungs-Soldaten umringt. Das hielt sie jedoch nicht davon ab, Kriegsflüchtlingen erst aus dem Spanienkrieg und später im Zweiten Weltkrieg über die grüne Grenze zu helfen. Nach einem Verrat endete sie in deutschen Konzentrationslagern.

  • Maravillas - Kriegsverbrechen

    JML1
    Josefina Lamberto berichtet

    Wenn Faschisten Krieg führen begehen sie Gräuel, die für Normalsterbliche kaum vorstellbar sind. Das gilt für die Nazis wie für die Franquisten. Nazis erfanden die Vernichtungslager und machten medizinische Versuche mit Menschen. Franquisten raubten, vergewaltigten und mordeten, lebende Opfer wurden in Erdgruben geworfen. In Navarra gab es keinen Krieg, dort stellten sich die Behörden umgehend auf die Seite der putschenden Faschisten. Alle Opfer in Navarra sind deshalb Mordopfer, 1% der Bevölkerung.

  • Margot Duhalde Fliegerpionierin

    duhalde1
    In die Luft um jeden Preis

    Gegen Wind und Patriarchat wurde Margot Duhalde zur Pionierin für Frauen in der chilenischen Luftfahrt-Geschichte. Ihr Großvater war Auswanderer aus dem französischen Baskenland, geboren wurde sie am 12. Dezember 1920 in Rio Bueno in Chile. Nach einem bewegten Leben starb sie am 5.Februar 2018 in Santiago de Chile. Margot Duhalde verwirklichte ihren Mädchentraum vom Fliegen mit kleinen Lügen, um das patriarchale System auszutricksen, das Frauen von gestimmten Berufen ausschließen sollte.

  • Mariams lange Reise

    mariam1
    Afrika und den Atlantik überlebt

    Mariam ist eine Frau aus Kamerun, die in Bilbao von einer Aktivistin zu Hause aufgenommen wurde und ihrem Grenzübertritt nach Frankreich plant. Sie erzählt von ihrer fast vierjährigen Reise, auf der Flucht vor Gewalt und Armut. Mariam, die bereits fünf riesige Länder durchquert hat, hat sich zum Ziel gesetzt, über die Grenze zu ihren Verwandten in Frankreich zu gelangen. Sie ist 36 Jahre alt und hat einen Traum. Ihre Erinnerung umfasst 10.000 km Reise, mit viel Kummer, aber auch mit guten Freunden.

  • März-Nachrichten 2021

    marz71x00
    Im Zeichen der Frauen

    Ein Jahr nach dem Pandemie-Lockdown haben Frauen so viele Gründe wie nie zuvor, an ihrem internationalen Kampftag auf die Straße zu gehen und das Ende patriarchaler Verhältnisse zu fordern. Neben den Armen sind Frauen die großen Leidtragenden der Pandemie, die Pflegenotstände wie in Kriegszeiten deutlich gemacht hat. März ist der Monat, in dem die Solidaritätsläufe für die baskische Sprache, Korrika, gestartet werden. März ist der Monat der Pariser Kommune und des Unfalls im US-AKW Three Mile Island.

  • Milizionärinnen 1936/37

    kaxil1Vergessene Kämpferinnen

    Clara Morán Miguel, Milizionärin aus Gallarta, die im Alter von 19 Jahren im Kampf bei Kanpazar fiel - Cecilia García de Guilarte, Kriegsreporterin aus Tolosa - Manuela Gavilán, aus Bilbao stammend und Verbindungsfrau der Angriffs-Truppen – das sind nur einige der Namen, an die in diesem „republikanischen April“ erinnert wird: 90 Jahre nach dem Militärputsch von Juli 1936, 89 Jahre nach der Zerstörung von Gernika durch die Legion Condor der Nazis und 95 Jahre nach Ausrufung der Spanischen Republik.

  • Monika Ertl (1937-1973)

    ertl1La mujer que vengó al Che

    En 1953 llegó a Bolivia una hermosa adolescente alemana de solo dieciséis años que se llamaba Monika Ertl. Iba a reunirse con su padre, el cineasta bávaro y propagandista de las SS (Schutz Staffel: Escuadras de Protección de Hitler), Hans Ertl (Múnich 1908 / Bolivia 2000), que había escapado de Alemania cinco años antes, junto con numerosos asesinos nazis involucrados en crímenes contra la humanidad, entre ellos, Klaus Barbie, el conocido “carnicero de Lyon“, al cual Monika llamaba “tío“.

  • Nekane Txapartegi

    nekane1Porträt einer geflüchteten Aktivistin

    Bis vor kurzem noch galt Nekane Txapartegi in Spanien als Terroristin auf der Flucht. In der Schweiz wurde sie dadurch zur zentralen Figur einer politischen Bewegung. Mitte Mai kommt Nekane Txapartegi (49) in den Garten des «Park Platz», einer Bar im Zürcher Kreis 5. Sie geht mit entschlossenen Schritten, ihr Händedruck ist fest. Wer sie grüsst, erntet ein breites Lächeln. Im Bar-WC hängen “Free Nekane“-Sticker mit ihrem Gesicht. Dass sie hier sein kann, hat sie auch den Aufklebern zu verdanken.

  • Pastora: Roma-Feministin

    pastora01Antirassismus und Antikapitalismus

    Pastora Filigrana ist Rechtsanwältin, Mitglied der linken andalusischen Gewerkschaft SAT, Aktivistin und Roma-Feministin. Auf Einladung von AMUGE, der Vereinigung der Roma-Frauen des Baskenlandes, hielt sie im Bürgerzentrum des Stadtteils Bilbo-Otxarkoaga einen Vortrag über Rassismus aus der Sicht einer Roma-Frau und Juristin, die sich als Feministin versteht. "Mit Hass-Diskursen wird gerechtfertigt, dass es Menschen ohne Rechte gäbe". Antikapitalismus ohne Feminismus und Antirassismus ist undenkbar.

  • Pflege? Öffentlich!

    fempflege1Feministische Theorie und Praxis

    “Das öffentliche System muss vollständig von der öffentlichen Hand und ohne private Unternehmen verwaltet werden“ – in ihrem Buch “Gegen das Patriarchat“ (Katakrak) und in einem Interview mit El Salto Diario analysiert María Pazos, feministische Aktivistin, Ökonomin und Autorin die durch die Covid-Pandemie hervorgerufenen Veränderungen in der Gesellschaft, den Stand der feministischen Bewegung, den Vorschlag eines öffentlich-gemeinschaftlichen Systems und die Grenzen institutioneller Politik.

  • Prostitution in Bilbao 19.Jh

    prosti1Frauen, Arbeiter, Soldaten

    Soldaten, Arbeiter und sonstige Männer sorgten in Bilbao für die Existenz von Prostitution. Die Historikerin Marina Segovia (Bilbao, 1993) untersucht die Regeln und Spannungen des “fröhlichen Lebens“ im alten Bilbao, des Bilbao der Minengebiete und der Arbeiterklasse im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die Prostituierten sollten “aus dem Sichtfeld, aber in Reichweite der Kunden“ sein. Neben der Notwendigkeit der Existenz der Prostitution sollte der bürgerliche Schein um jeden Preis gewahrt werden.

  • Rassismus in den USA

    shn001Schwarze Frauen besonders betroffen

    Die Zahl schwarzer Opfer von Polizeigewalt in den USA ist seit Langem hoch. Das Risiko, von einem Polizisten erschossen zu werden, ist für Afroamerikaner*innen 2,5 Mal größer als für Weiße. Daneben existiert ein direkter Zusammenhang zwischen rassistischer und sexistischer Unterdrückung und Gewalt. Danach stehen nicht allein schwarze Männer im Fokus der hochgerüsteten Polizisten, sondern auch schwarze Frauen. Diese sexistisch-rassistische Gewalt ist weniger sichtbar und wird weniger thematisiert.

  • Roma-Frauen

    gita11Die neuen Generationen

    Drei Roma-Frauen – Gitanas – berichten von ihren Erfahrungen und von den Änderungen, die sich über die Jahre und Jahrzehnte in ihrem Leben ereignet haben. “Roma-Frauen sind nicht das, wofür die Leute sie halten“ – dieser banale Satz ist ein Teil ihrer Bilanz auf dem Weg zur Anerkennung und Gleichberechtigung, in der Schule und auf der Straße. Nicht vergessen ist die Erfahrung der alten Generation, von Frauen, die einst weitreichende Entscheidungen treffen und große Verantwortung tragen mussten.

  • Saisonende 2016/17

    athleti01
    Mehr Licht als Schatten im grünen Bereich

    Baskischer Fußball bleibt wie Achterbahn, auf und ab und manchmal sind sogar die Niederlagen ein Grund zur Freude. Im großen Fußballgeschäft zählen nur noch Euromillionen, Petrodollars und Steuerparadiese auf den Jungferninseln. Nicht in Euskal Herria, da ist die Welt noch halbwegs in Ordnung, selbst wenn Abstieg auch hier kein Fremdwort ist. Es wird etwas solider gearbeitet, weniger auf Pump gelebt, das Publikum ist dankbar für jedes kleine Erfolgserlebnis – alles im Rahmen der Möglichkeiten.

  • Sexismus im Fussball

    sexisms1Rote Karte für Machismus

    Ainhoa Azurmendi (Hernani, 1978) ist Dozentin an der Fakultät für Psychologie der Baskischen Universität UPV und war Beraterin für die Ausarbeitung eines Protokolls zur Prävention und Bekämpfung von sexistischer Gewalt im Sport, das 2019 fertiggestellt wurde. Durch den Skandal nach dem Gewinn der Frauen-Weltmeisterschaft im Fußball wurde dieses Protokoll aktueller denn je. Der spanische Fußball-Verband und eine ganze Reihe von Verbands-Verantwortlichen zeigten sich von ihrer schlechtesten Seite.

  • Silvia Federici

    federici11Gegen Kapital und Patriarchat

    Silvia Federici ist eine der renommiertesten Theoretikerinnen des antikapitalistischen Feminismus, eine politische Philosophin, die überall großes Interesse weckt, zuletzt auch im Baskenland. Ihre Gedichte in einem auf Euskara übersetzten Werk, erschienen beim baskischen Buchverlag Txalaparta, werden illustriert mit Aquarellen von Begonia Santa-Cecilia. Ende Mai 2024 erfolgte die Vorstellung in verschiedenen Orten von Euskal Herria. “Frauen sind das grundlegende Subjekt des sozialen Wandels“.

  • Sorginak, putak, terroristak

    olatzd1Indarkeria matxistaren ertzak

    "Sorginak, putak, terroristak. Indarkeria matxistaren ertzak” (Txalaparta) liburua ondu du Olatz Dañobeitia Caballosek, berak sinatu du. Torturaren ikuspegi zehatz batean sakontzea proposatzen du Olatz Dañobeitiak, “Indarkeria matxistaren ertzak: tortura politikoa“ lanean. Torturaren orbanei jarraika, indarkeria matxistaren geltokian egin dugu parada, marko politiko bat eskaini eta kolektiboki hausnartzen jarraitze aldera. “Estatuak zuzenean egikaritu du indarkeria matxista bere funtzionarioen bidez“.

  • Streik der Kabelfrauen

    telstreik1Kein Anschluss … 1973

    Bis heute ist wenig bekannt, dass es auch während des Franquismus Streiks gab, die hart bestraft wurden. Zum Beispiel der in einer Stahlfabrik in Etxebarri wegen Entlassungen. Der Streik der Telefon-Frauen (Kabelfrauen) hatte seinen Ursprung vor fünfzig Jahren in Miraballes, Bizkaia. Es war der erste Telefónica-Streik während des Franco-Regimes, vorbereitet in einem Anruf-Zentrum in der Altstadt. Mit Entlassungen und Gewalt wurde er unterdrückt, die Zentrale wurde von gedungenen Schlägern zerstört.

  • Tag lesbischer Sichtbarkeit

    femles1a

    26A: der internationale Tag

    Am 26. April, dem Tag der lesbischen Sichtbarkeit, bekennt sich Bilbo Feminista Saretzen (Feministisches Bilbao vernetzen) zum Lesben-Feminismus als politischer Haltung gegen männliche Hegemonie. Mit diesem Herrschaftssystem der patriarchalen Hegemonie wird versucht, alle Formen der Körperlichkeit zu beherrschen und Frauen-Lesben zu konditionieren. Lesbisch zu sein ist eine direkte Aktion der Rebellion gegen das Hetero-Patriarchat. Am 26. April jeden Jahres soll dies öffentlich demonstriert werden.

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