111 items tagged "Frauen"

  • Frauen im Spanienkrieg

    FSK01
    Im Krieg oft vergessen: Der Kampf der Frauen

    Vor 80 Jahren – am 31. März 1939 – endete der Krieg in Spanien. Beim Versuch der Republik und ihrer Unterstützer*innen, Francos Faschisten aufzuhalten, waren auch Frauen vorn dabei. Eine Frau war es, die den populärsten Schlachtruf des 20. Jahrhunderts erfand. Dennoch wurde die Rolle der Frauen – wie allgemein üblich in der Geschichte – weitgehend ignoriert oder verschwiegen. Im Baskenland hat sich das erst in den letzten Jahren verändert, durch Forschung, Publikationen und spezielle Ehrungen.

  • Frauen im Weingeschäft

    rioa01
    Feminine Töne zwischen Weinberg und Bodega

    Unternehmen waren in der Geschichte weitgehend Männersache, das Weingeschäft machte hierbei keine Ausnahme. Das hat sich in den vergangenen Jahrzehnten etwas geändert, wie die folgenden Beispiele zeigen. Nicht ganz zufällig haben die beschriebenen Frauen den Weg in die Weinkeller nicht direkt beschritten, vielmehr haben sie Umwege gemacht, beruflich oder familiär. Beispielhaft vorgestellt werden die Winzerinnen Gloria Santamaría, Loli Casado, Nagore Etxebarriarteun und Itxaso Compañon Arrieta.

  • Frauen-Fußball in Palästina

    honey1Honey Thaljieh

    Die Palästinenserin Honey Thaljieh war Mitbegründerin und Spielführerin des ersten palästinensischen Fußball-National-Teams für Frauen und ist heute FIFA-Botschafterin für Frauen-Angelegenheiten“. Beim 125-jährigen Jubiläum von Athletic war sie eine der Ehren-Persönlichkeiten. Im Oktober 2025 folgte sie der Einladung der Athletic-Stiftung zum Filmfestival Thinking Football zur Vorstellung von “Rebellinnen des Fußballs“. “Fußball ist mein Mittel, um gegen Ungerechtigkeit und Vorurteile zu kämpfen.“

  • Frauen-Geschichten

    fem-frauen-kolu
    Medizin ist Männersache

    An der Fakultät für Medizin und Krankenpflege der baskischen Universität wurde auf Antrag von Studierenden ein Gemälde abgenommen. Auf dem Bild war die Geschichte der baskischen Medizin bis Mitte der 1950er Jahre dargestellt, in Form der wichtigsten Vertreter des Sektors, einschließlich Anthropologen und anderen Wissenschaftlern. Die einzigen weiblichen Figuren, die auf dem Gemälde zu sehen sind: die Statue einer nackten Frau, zwei Nonnen und eine anonyme Frau mit Kind. Viele Studentinnen fanden die Darstellung sexistisch, diskriminierend, beleidigend.

  • Frauen-Punk: der Zeit voraus

    vulp1
    Der frühe Skandal um die Vulpes

    Sie wollten keine feministischen Ikonen sein oder Aushängeschilder von irgendetwas. Sie waren Rocker-Mädchen aus der Nachbarschaft, die Gruppen wie Sex Pistols oder Ramones hörten und eine eigene Punkband gründen wollten. Das war alles. Das Punk-Projekt “Las Vulpes“ entstand in den frühen 1980er Jahren im Bilbao-Stadtteil Irala, wo auch Gruppen wie MCD entstanden, mit familiären Verbindungen. Doch vor dem erfolgreichen Durchbruch kam der politische Skandal, weil die Texte zu provokativ waren.

  • Frauenfußball: Gegen die Stille

    eunate01
    Links verteidigen bei Athletic Bilbao

    Eunate Arraiza ist Profi-Fußballspielerin bei Athletic Bilbao und mit dem Club schon einmal Meisterin der spanischen Frauenliga geworden. Das war im Jahr 2016, auch in die staatliche Auswahl wurde sie berufen. Eunate Arraiza gilt als Musterbeispiel für den Kampf gegen widrige Umstände, denn sie ist die einzige Profispielerin in der Liga mit einer Hörbehinderung. Seit sieben Spielzeiten spielt sie in der Abwehr bei Athletic in Bilbao und zählt zu den besten linken Außenverteidigerinnen des Landes.

  • Frauentag – Frauenstreik

    F8M01
    Gegen Patriarchat, Sexismus und Ausbeutung

    Der bevorstehende Internationale Frauentag wird mit früheren Mobilisierungs-Tagen nicht vergleichbar sein. Das hoffen jedenfalls Hunderte von feministischen Frauengruppen, die seit Monaten und Jahren auf dieses Datum zuarbeiten. Auch im Baskenland gab es in jeder Großstadt Vollversammlungen, in Gewerkschaften wurde über die Tragweite der Mobilisierung diskutiert. Von Teilstreik ist die Rede, aber auch von Generalstreik, zu dem einige Gewerkschaften und Frauen-Organisationen aufgerufen haben.

  • GAL – spanischer Staatsterror

    pili01
    Der Polizeimord an Lasa und Zabala

    35 Jahre nach dem Verschwinden der mutmaßlichen ETA-Mitglieder Joxean Lasa und Joxi Zabala aus ihrem nordbaskischen Exil organisierte die Stiftung Euskal Memoria (Baskische Erinnerung) eine Veranstaltung mit Angehörigen der beiden Toten. Durch Zufall wurden Jahre später die Leichen gefunden. Fünf Verantwortliche wurden zu Haftstrafen verurteilt. Doch werden die Opferfamilien von staatlicher Seite nach wie vor nicht als Terrorismus-Opfer anerkannt. Die Veranstaltung endete mit Enthüllungen.

  • Gruppen-Vergewaltigung (2016)


    Schattenseite der Sanfermin-Fiesta

    Vor zehn Jahren (7. Juli 2016) wurde am ersten Fiesta-Tag in Pamplona eine junge Frau von einer Männergruppe vergewaltigt. Der Fall schlug hohe Wellen: die an den Tag gelegte Brutalität, das entschuldigende Urteil, große Mobilisierungen im gesamten Staat. Die Gruppe aus Sevilla war mit dem Plan einer Vergewaltigung nach Pamplona gekommen. Sie nannte sich „La Manada“ – das Rudel, in Bezug auf eine Gruppe von Raubtieren. Die Vergewaltiger wurden schnell entdeckt.

  • Hexen, Lamiak, Sorginak

    hex001
    Hintergründe der Hexenverfolgung

    Im Mittelalter wurden Frauen verfolgt, nachdem sie beschuldigt wurden, böse Frauen oder Hexen zu sein. Angeklagt durch kirchliche und weltliche Institutionen, aber auch durch verschiedene Sektoren der Bevölkerung. In den baskischen Territorien dauerte diese Verfolgung lange an. Die vermeintlichen Hexen wurden als Vasallinnen des Teufels gebrandmarkt. Die Kirchenführung definierte, was für Glaube und Gesellschaft gefährlich sei, wer und wie zu bestrafen sei: Folter, Scheiterhaufen. Vor allem gegen Frauen.

  • Hexenwahn in Navarra

    hx01
    Verfolgung im Namen von Kirche und Adel

    Ende Mai 1611 verließ der Kommissar Alonso de Salazar y Frías sein Büro am Hof der Heiligen Inquisition in Logroño und begab sich in den Norden Navarras. Dort sollte er “die Hexenplage“ beenden, von der die Region angeblich betroffen war. Er konnte nicht ahnen, welche Tragweite seine Untersuchungen haben sollten. Salazar war ein eher rationaler Mensch, keiner dieser religiösen Eiferer, von denen es damals viele gab. Er suchte konkrete Beweise für die teilweise irrsinnigen Vorwürfe, die herumgingen.

  • Holzfällerin als Sport

    aizkolari01Berufs-Traditionen bewahren

    Waldwirtschaft hat im Baskenland eine lange Tradition. In längst vergangenen Zeiten wurden Bäume von Hand mit der Axt gefällt. Um diese – und eine lange Reihe anderer – ehemaligen bäuerlichen Tätigkeiten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, wurde daraus ein Sport gemacht, der heute bei keiner baskischen Fiesta und bei keinem Vieh- oder Großmarkt fehlt. Die Rede ist von Herri Kirolak, dem baskischen Landsport, bei dem an Steineheben, Holzfällen, Rudern oder die Arbeit in den Bergwerken erinnert wird.

  • Im Franco-Gefängnis geboren

    satur1Saturraran 1940

    “Ich wurde im Frauen-Gefängnis von Franco in Saturraran geboren“ – Merche Gallardo Carrillo erzählt zum ersten Mal von ihrem langen Kampf um im Leben vorwärts zu kommen. Nach der franquistischen Besetzung des Baskenlandes im Juni 1937 wurden Dutzende von Gefängnissen eingerichtet, um die Unterstützerinnen der Republik einzusperren. Einige Gefängnisse waren für Frauen, darunter jene Anstalt mit Namen Saturraran an der Küste zwischen Ondarrua und Mutriku. Viele dort geborene Kinder wurden entführt.

  • Interne Haushaltshilfen

    pflege1“Sklavinnen“ melden sich zu Wort

    Die meisten von ihnen sind Migrantinnen. Ihre Arbeit besteht in der häuslichen Pflege von bedürftigen Personen, die es sich leisten können. Viele dieser Pflegefrauen wohnen zudem im betreffenden Haushalt und liefern somit eine Versorgung rund um die Uhr. Manche unter sklavenähnlichen Bedingungen, die sexistische Übergriffe einschließen. Diese Frauen haben sich im Baskenland zusammengeschlossen und eine Interessenvertretung gegründet: “Feministische Migrantinnen. Sozial – und Gesundheits-Pflege”.

  • Israel lässt vergewaltigen

    vgwisra1UNO alarmiert

    Palästinensische politische Gefangene berichten immer wieder von psychischer, physischer und sexualisierter Gewalt in israelischen Gefängnissen. Die Organisation Euro-Med Human Rights Monitor veröffentlichte im Januar 2025 einen Bericht über sexualisierte Gewalt. Sie sprechen von “systematischen und weit verbreiteten Vergewaltigungen und anderen Formen sexueller Gewalt durch israelische Sicherheits-Kräfte gegen Palästinenser, einschließlich Gefangener und Inhaftierter“.

  • Karmele Jaio - Schriftstellerin

    karmele01
    Euskara und die großen Sprachen

    „Es gibt große und kleine Sprachen“ – sagen viele und meinen damit, dass Sprachen von vielen oder wenigen gesprochen werden. Darin steckt nicht nur eine quantitative sondern auch eine qualitative Wertung. Die Schriftstellerin Karmele Jaio (1970) wehrt sich gegen solche Feststellungen. Die „kleine baskische Sprache“ kann es literarisch mit jeder anderen aufnehmen, sagt sie. Dass Englisch als Brückensprache für das Erreichen eines größeren Publikums wichtig ist, stellt dabei keinen Widerspruch dar.

  • Kicksport 2021-2022

    2022kick01Die Post-Covid-Saison

    Die Covid-Pandemie war noch längst nicht vorbei, doch auf dem Rasen und im Stadion wurde “Normalität“ demonstriert. Wiederholte Covid-Fälle wurden zu unangenehmen, aber alltäglichen Ausfällen für die entsprechenden Teams. Real Sociedad San Sebastian wurde bei Frauen wie bei Männern zum erfolgreichsten Club, mit zwei Teilnahmen an der Champions- und der Europa-League als Lohn. Daneben sind Athletic Bilbao, Deportivo Alavés, SD Eibar und CD Osasuna jeweils doppelt in den Ligen eins und zwei vertreten.

  • Kirche Navarra Missbrauch

    missbr01Beginn einer notwendigen Aufarbeitung

    Vorläufig wurden in Navarra 60 Opfer von sexuellem Missbrauch und 31 religiöse Angreifer identifiziert. Eine von einem Team der öffentlichen Universität UPNA durchgeführte Studie kam zu diesem Ergebnis. Einunddreißig Ordensleute und Kirchenangestellte wurden als Täter identifiziert. "Alles deutet darauf hin, dass es noch viel mehr sein müssen". Für den Bericht wurden 43 Opfer befragt und weitere neun identifiziert. Nach Presse Veröffentlichungen haben sich sieben weitere betroffene Personen gemeldet.

  • Konserven-Arbeiterinnen

    konserv1In die Büchse mit dem Fisch

    Die Historikerinnen Amaia Apraiz Sahagún und María Romano Vallejo haben in ihrer Forschungsarbeit die Geschichte der Arbeiterinnen in den Konservenfabriken der Küstenorte und Fischereihäfen in Bizkaia und ihren Kampf für bessere Arbeitsbedingungen dokumentiert. Diese Forschungsarbeit wurde gleichzeitig zu einer Ausstellung mit dem Titel "Die Konserven-Frauen. Conservera aus Überzeugung": die Geschichte der meist anonym gebliebenen Frauen eines feminisierten und ausgebeuteten Sektors.

  • Kunst Frauen Power

    fraupow1aDas Geburtstags-Jahr 2025

    Das neue Jahr 2025 ist durch Personalwechsel gekennzeichnet, Miren Arzalluz im Guggenheim, der Abgang des Alhóndiga-Direktors Fernando Pérez. Dazu kommen in Donostia Jahrestage bei Tabakalera und Kutxa, oder Überraschungen wie jene von Abel Azkona, der ein provokatives Anti-Gewalt-Projekt vorbereitet. Bei allem sticht die führende Rolle von Künstlerinnen hervor. Frauenpower“, um über das nie in Betrieb genommene AKW Lemoiz, über Migration oder individuelle und kollektive Erinnerung nachzudenken.

EasyTagCloud v2.8

Für den Betrieb unserer Webseite benutzen wir Cookies. Wenn Sie unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, akzeptieren Sie unseren Einsatz von Cookies. Mehr Information