85 items tagged "Gesellschaft"

  • Baskische Ansichten (K-75)

    kolu75x00Mit besten Absichten

    Wer wollte nicht mit guten Absichten ins neue Jahr 2026 starten – neue Hoffnungen gegenüber alten Sorgen: Wird der Mietvertrag verlängert? Wird mein Gesundheits-Zentrum geschlossen? Gewinnt Athletic wieder den Pokal? Finde ich eine neue Wohnung? Komme ich mit meinen Einnahmen über die Runden? Wie kann ich meine Euskara-Kenntnisse verbessern? Kommen womöglich die Faschisten an die Regierung? Stehen wir am Abgrund oder lassen sich massive Aufrüstung und Kriege doch verhindern? Gu ta gutarrak!

  • Baskische Ansichten (K-76)

    kolu76x00Heiß-kalter Februar

    Die Landwirte laufen Sturm gegen einen EU-Vertrag mit den Mercosur-Ländern, weil es um ihre Existenz geht. Die baskischen Gewerkschaften bereiten einen Generalstreik für einen besseren Mindestlohn vor. Ein Werk im industrie-schwachen Amurrio droht mit Schließung. Ärztinnen sind im Streik für eine eigenen Tarifvertrag. Pflegerinnen in Gipuzkoa fordern Arbeitsverbesserungen. Die baskische Rechte zahlt ihren Preis für einen illegalem Abriss und abgelaufenen Spritzen. Dem kalten Februar drohen heiße Wochen.

  • Baskische Ansichten (K-77)

    kolu77x00Alle zum Streik!

    Der Generalstreik hat seinen Namen nicht daher, dass Generäle die Arbeit oder den Dienst verweigern würden. Im Gegenteil, ein Generalstreik richtet sich gegen die Generäle des Kapitalismus, die Ausbeuter in den Unternehmensbüros, die nicht einsehen wollen, dass schlechter Lohn nicht zu würdigem Leben ausreicht. Darum geht es am 17. März im Baskenland und Nafarroa, um einen Generalstreik für ein garantiertes Mindest-einkommen, das den baskischen Wirtschafts- und Preis-Verhältnissen angemessen ist.

  • Baskische Ansichten (K-78)

    kolu78x00Doppelmoral

    Vor 40 Jahren lehnte die Bevölkerung im Baskenland den Verbleib des spanischen Staates in der NATO ab, ähnlich in Katalonien, Nafarroa und auf den Kanaren. Doch die Mehrheit entschied das Gegenteil. Die friedenspolitischen Diskurse bei den anstehenden Gedenkveranstaltungen zum Krieg vor 89 Jahren (PNV) stehen in krassem Widerspruch zur Unterstützung der baskischen Rüstungs-Industrie durch dieselbe Partei. Für gutes Geld und das Argument der Arbeitsplätze wird jegliche Moral billig verscherbelt.

  • Baskische Ansichten (K-79)

    kolu79x00Klassen-Bewusstsein

    Woran erinnern wir uns im baskischen Mai? Die Auflösung von ETA. Ein Attentat in Lemoiz. Basterretxeas Geburtstag. Die Pariser Mai-Krawalle. Die Nazi-Kapitulation. Die Toten von Montejurra. Tasios Folter. Erster Generalstreik in Bizkaia. Der Streik der Lade-Arbeiterinnen. Die Everest-Expedition. Eva Forests Tod. Der Transport der Kriegskinder. Die Ezkaba-Flucht. Das Ategorrieta-Massaker. Louise Michel. Spaniens NATO-Eintritt. Salvador Puig Antich. Die Nakba in Palästina. Drei Tote in Almeria.

  • Baskische Ansichten (K-80)

    kolu80x0601Wohnen ist für Reiche

    Der Juni ist da! An wen oder was erinnert uns dieser Monat, der den Sommer im Gepäck trägt? An den Polizeimord an einer AKW-Gegnerin, den Tod von Gabriel Aresti, Periko Solabarria, Lauaxeta, Blas de Otero und Txabi Etxebarrieta, die Legion-Condor-Parade in Berlin, das Nazi-Massaker von Oradour, das ungeklärte Verschwinden von Naparra, die Geburtstage von Geronimo, Fidel und Che, den Fall von Bilbao 1937, das Urteil in einem spektakulären Vergewaltigungsfall, das Melilla-Massaker und die Naoin-Schlacht.

  • Baskische Ansichten (K-81)

    San Fermines
    Tödliche Geschichten

    Der Juli beginnt mit dem Ende der Sklaverei in niederländischen Kolonien, dem Tod Bakunins, der Entdeckung von Machu Picchu, der Auflösung des Warschauer Pakts und Arafats Rückkehr nach Palästina. Alles am 1. Juli, verteilt auf 131 Jahre. Und im Baskenland? Beginnt die Fiesta-Saison. Mit den toten Stieren der San Fermines in Iruñea, gefolgt von der Kommerz-Fiesta von Baiona. Wir erinnern an: die Schließung von EGIN, Basterretxeas Tod, Vergewaltigungen in Pamplona, den Mord an German Rodriguez.

  • Baskische Ansichten (K-82)

    Kolumne 82
    Wasser, bitte!

    August ist ein trister Monat. Wer keine Kohle hat, um in die Karibik zu fliegen, ein Kreuzfahrtschiff zu chartern oder eine Villa auf Mallorca zu mieten, findet sich in seiner Stadt schnell in der Minderheit wieder. Die Altstädte, Fluss-Promenaden und Museums-Umgebungen sind voller Reisender aus aller Welt, die offenbar bessere Einkünfte haben. Der Weg zum Supermarkt ist von Free-Tour-Gruppen verstopft, die sich unsinnige Geschichten anhören. Bis die Fiesta beginnt – und alles wird anders.

  • Baskischer Alltag (1)

    K17
    Missing

    Im Baskenland verschwinden jedes Jahr mehr als 2.000 Personen. 60% sind Jugendliche, die sich wegen Stress oder Streit aus ihrem Umfeld verabschieden, oder unbegleitete jugendliche Migranten. Ansonsten sind es vor allem ältere Menschen, die beim Spaziergang aus Desorientierung den Weg verlieren und nicht zurückkehren. Die meisten Fälle klären sich innerhalb von 48 Stunden auf. Positiv oder negativ. Nackte Zahlen – anonyme Statistik. Ihre Anonymität verliert das Zahlenspiel, wenn es sich um eine bekannte Person handelt.

  • Baskisches Wahl-Alphabet

    wabc1Wahlen gewinnen ist relativ

    Der Wahlkampf vor den Wahlen am 21. April 2024 wird nicht nur wegen des Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen der neoliberalen PNV und der sozialdemokratisch-abertzalen Koalition EH Bildu in Erinnerung bleiben; oder wegen der Debatten zwischen neuen Kandidat*innen. In den wenig überzeugenden Diskursen gab es viele alte Kamellen, uralte Beschuldigungen, kaum Überraschendes, dafür eine große Hoffnung der neuen Linken auf Erfolg. Alphabet einer Kampagne mit leeren Schlagzeilen, Fake News und heißer Luft.

  • Bewegung der Rentner*innen

    rente1Im Unruhestand

    Im Baskenland und in Teilen des spanischen Staates mobilisiert eine breite Basisbewegung von Rentner*innen gegen den Rückbau des öffentlichen Altersversorgungs-Systems. Immer mehr Menschen stehen vor der täglichen Herausforderung, mit einer Rente unter dem Existenzminimum über die Runden kommen zu müssen. Gefordert wird deshalb eine Mindestrente von 1.080 Euro, bzw. 1200 in Pflegefällen. Dafür sind die Euskal Herriko Pentsionistak seit 4 Jahren auf der Straße, zusammen mit anderen sozialen Bewegungen.

  • Bye bye Junimond

    ikurrak2
    Die falsche Fahne

    Bis vor Kurzem war es in der baskischen Region Navarra verboten, bei offiziellen Anlässen die Flagge des Baskenlandes zu zeigen, die Ikurriña. Im restlichen Baskenland hingegen hatte niemand Probleme damit, die navarrische Flagge gehisst zu sehen. Dass sich die Situation verändert hat ist der linksliberalen Regierung zu verdanken, die vor zwei Jahren das Ruder übernommen und eine Reihe von unsinnigen Verordnungen abgeschafft hat. Flaggenverbot ist eine Seite, die andere besteht aus Vorschriften.

  • Ciao Mittelschichtsmärchen

    mittelsch1Wiederentdeckung der Klasse

    Die Reichen sind reich und viele ärmere Leute träumen davon, einmal zur Mittelschicht zu gehören. Das funktioniert, wenn die Wirtschaft brummt und die Konjunktur schwarze Zahlen schreibt. Aber ein Land ohne Klassen, in dem fast alle zur Mittelschicht gehören? Diese Erzählung entspricht nicht mehr der Realität. Der Begriff "Klasse" ist zurück und greift um sich. Ungleichheiten werden immer mehr zur Normalität, die Schere zwischen arm und reich klafft immer mehr auseinander. Den Rest erledigt der Staat.

  • Covid Rückblick 2021

    cov001Die unendliche Geschichte

    2.449 Tote, 17.084 ins Krankenhaus Eingelieferte, 271.042 Infizierte und 92% Geimpfte – so die offizielle Bilanz der Coronavirus-Pandemie in Hego Euskal Herria, dem südlichen Baskenland (Euskadi und Nafarroa). Die Zahlen des zweiten Covid-Jahres hinterlassen erneut tiefe Spuren und dürften real höher liegen. Die Ansteckungen stiegen um 82%, nur über die Impfungen konnte erreicht werden, dass die Krankenhaus-Einweisungen nicht mehr als 8,5% zunahmen, gleichzeitig sank die Zahl der Toten um 35,1%.

  • Covid: Anfang vom Ende (K34)

    kolu34a00C19, der ewig treue Freund

    Licht am Ende des Tunnels? Wie oft haben wir das in zwei Jahren erlebt. Bisher regelmäßig mit Enttäuschungen am Ende. Die unsinnigen Covid-Beschränkungen bleiben, die Widerstands-Bemühungen steigen. Gegen Sozialkürzungen, gegen neoliberale Privatisierung, gegen die Arbeitsreform, gegen Armut – die Zeichen stehen auf Krawall im nächsten Quartal. Generalstreik nicht ausgeschlossen. Gewerkschaften, neue Jugend-Organisationen, Krankenpflegerinnen auf der Straße. Anzeichen für wenig Ruhe vor dem Sturm.

  • Das schmutzige Guggenheim

    ggg01Reinigungskräfte im Streik

    Äußerlich glänzt die Titan-Haut des Guggenheim-Museums in Bilbao, Paradestück des baskischen Massentourismus, mit und ohne Sonne. Doch im Innern gärt es wieder einmal. Den ausländischen Besucher*innen soll Kunst vom Feinsten geboten werden, den einheimischen Museums-Angestellten werden elementare gewerkschaftliche Rechte verwehrt. Deshalb sind die Reinigungskräfte seit 72 Tagen im Streik. Bereits der zweite große Streik nach den pädagogischen Kräften im Jahr 2016. Eine vorläufige Streik-Bilanz.

  • Der Coronavirus-Tiefschlaf

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    Ermüdungs-Erscheinungen trotz Impfung

    Vielleicht befinden wir uns ja alle in einem Tiefschlaf, aus dem wir nur aufwachen müssen. Jedenfalls sind überall Ermüdungs-Erscheinungen zu beobachten. Den einen geht das Geld aus, den nächsten der Job, den dritten Geduld und Drogen, den vierten die Kohle zum Wetten. Mehr denn je sind klare Gedanken und Reflektions-Fähigkeit überlebenswichtig. Längst wird die Pandemie nicht mehr in Krankenhäusern, sondern in Gerichts-Sälen und Parlaments-Debatten ausgetragen. Schlüssige Strategien nicht in Sicht.

  • Der Post-Covid-Sommer

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    Neue Normalität oder alte Grausamkeit

    Das Baskenland blickt zurück auf 99 Tage Alarm-Zustand, Einschluss, Ausgangssperre, Angst vor Ansteckung, Kollaps in Krankenhäusern, Statistik-Fälschung und Massensterben in Altersheimen. Niemand kann sagen was die „neue Normalität“ bringen wird. Begonnen hat der Kampf um die Bezahlung der entstandenen Rechnungen: Millionenverluste in Wirtschaft und bei Steuer-Einnahmen, Millionen Menschen werden verschärft in die Armut getrieben.

  • Dezember Nachrichten 2021

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    Zu Weihnachten eine Spritze!

    Wer hätte es gedacht! Wieder kein Weihnachten, wie es sich für eine ordentliche Konsum-Gesellschaft gehört. Wieder Angst und Impfdruck, in diesem Fall verbunden mit der Forderung, einen Ausweis vorzulegen, um in die Disko, ins Flugzeug oder ins Groß-Restaurant eingelassen zu werden: Richter stehen an vorderster Corona-Front. Die sechste Corona-Welle ist in aller Munde, Omikron ist die neue Vokabel, die wir lernen müssen. Wer kann, sollte schnell noch die Weihnachtsreise absagen. Schöne Bescherung!

  • Dezember-Nachrichten 2020

    dez67x00
    Ein Christkind voller Covid!

    Der zweite Alarmzustand neigt sich dem Ende zu, droht aber verlängert zu werden. Alle wollen – um Himmels Willen – das Weihnachtsgeschäft retten, um der Gewinnspanne, dem Konsumismus und der Familientradition ihren gewohnten Tribut zu zollen. Während die Covid-Zahlen beruhigend nach unten gehen, warnen einige bereits vor der dritten Welle im Januar, wenn die Kauf- und Familienexzesse für ausreichend Neuansteckungen gesorgt haben. Die Gastronomie steht bei fortgesetzter Schließung vor dem Abgrund.

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