85 items tagged "Gesellschaft"

  • Kriegswirtschaft (Kolumne-36)

    kolu36x00Die Krise nach der Pandemie

    Die Politik beschwört, die Pandemie sei noch nicht vorbei sei. Dabei sind wir längst in einer neuen gefangen: der Kriegs-, Rüstungs- und Militarisierungs-Pandemie. Über deren Ursprung und Nutznießer bestehen weniger Unklarheiten, es handelt sich um eine altbekannte konjunkturelle Pandemie. Derzeit Eurodemie, weil sie noch nicht übergeschwappt ist. Europa lebt in einer Kriegswirtschaft, der Oberbaske Urkullu hat es ausgesprochen. Strom, Diesel und Brot stehen zur Debatte … und deshalb wird gestreikt.

  • Mai Nachrichten 2021

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    Der Alarm ist vorbei!

    Wer das Ende des Alarmzustands im Staat mit dem Ende der Coronavirus-Pandemie verwechselt, kann böses Erwachen erleben. Die vierte Welle rauscht weiter, die Schutzmaßnahmen verlieren ihre legale Basis. Rette sich, wer kann! Alle Hoffnung liegt auf den Schultern der Milliarden-Gewinner, die den Impfmarkt kontrollieren. Von den Ursachen der Pandemie ist längst keine Rede mehr, die Fleischproduktion läuft auf Hochtouren, der Begriff Zoonosen ist nur 1% der Bevölkerung bekannt. Heraus zum 1. Mai!

  • März-Nachrichten 2021

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    Im Zeichen der Frauen

    Ein Jahr nach dem Pandemie-Lockdown haben Frauen so viele Gründe wie nie zuvor, an ihrem internationalen Kampftag auf die Straße zu gehen und das Ende patriarchaler Verhältnisse zu fordern. Neben den Armen sind Frauen die großen Leidtragenden der Pandemie, die Pflegenotstände wie in Kriegszeiten deutlich gemacht hat. März ist der Monat, in dem die Solidaritätsläufe für die baskische Sprache, Korrika, gestartet werden. März ist der Monat der Pariser Kommune und des Unfalls im US-AKW Three Mile Island.

  • Mieten steigen ohne Ende

    mwhg1Wer soll das bezahlen?

    Die Mietpreise in den vier baskischen Hauptstädten sind in den letzten 18 Monaten in die Höhe geschnellt. Dies geht aus einer Studie hervor, die ein Immobilien-Unternehmen auf der Grundlage der auf seiner Webseite veröffentlichten Angebote errechnet hat. Wohnungen mit einer Miete von weniger als 750 Euro werden als "erschwinglich" oder bezahlbar angesehen – nur leider gibt es sie fast nicht mehr. Der Grenzwert 750 Euro macht deutlich, wie stark die Mieten in den Hauptstädten steigen.

  • Militarisierung (1)

    antimili1a00"Kriegstüchtig"

    Krieg als Instrument des Kapitalismus hat in der Geschichte der letzten beiden Jahrhunderte eine wichtige Rolle gespielt. Krieg ist die Folge der Akkumulation von Kapital und der notwendigen Kontrolle von Märkten und Rohstoffen. Das derzeitige Szenario, vor dem der Planet steht: Krieg und Kapitalismus. Krieg ist eine Strategie zur Lösung von Wirtschafts-Krisen oder zur Festigung politischer, militärischer und wirtschaftlicher Macht. Krieg gehört zum Kapitalismus wie Völkermord zum Kolonialismus.

  • Nachrichten November 2020

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    Jeder Tag Totensonntag

    Der zweite Alarmzustand wurde zentralstaatlich verordnet, um der zweiten Coronavirus-Welle Grenzen zu setzen und regionale Maßnahmen zu beschließen. Ein neuer Lockdown droht. Die Proteste gegen die Einschränkungen persönlicher und kollektiver Freiheiten haben das Baskenland erreicht. Nicht alle, die rebellieren, sind Negationisten und Faschisten. Weitere Themen: unsägliche Jahrestage, Römische Siedler im Baskenland, nicht endender Polizei-Rassismus, Widerstands-Kultur trotz Coronavirus-Pandemie.

  • Nachrichten Oktober 2020

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    Im Streit mit Untoten

    Wenn Coronavirus zur Normalität wird, erhalten andere Nachrichten wieder größere Bedeutung. Angesichts der drohenden Wirtschaftskrise ohnegleichen regen sich neue Formen des Widerstands in der baskischen Gesellschaft. Die Techniker*innen im darnieder liegenden Kulturbereich haben eine Gewerkschaft gegründet, arme Leute kämpfen gegen Zwangsräumungen. Weitere Themen: Polizei-Rassismus, antifaschistischer Umzug in Bilbao, Hausbesetzungen und Räumungen, alternative Kultur trotz Coronavirus-Pandemie.

  • November Nachrichten 2021

    nov79x00Ein dunkler Monat der Geschichte

    November ist der Todes- und Faschisten-Monat. Vor 46 Jahren stirbt der Diktator und Massenmörder Franco und macht Platz für eine zweifelhafte Monarchie-Demokratie, es folgt ein von Franco bestimmter König. Spanische Faschisten erinnern mit zwei Morden an baskischen Politikern an das Erbe der Diktatur. Tod eines weiteren Faschisten durch legale Hinrichtung und eines Taxifahrers durch extralegale Folter. In Deutschland organisieren die Nazis die blutige Reichs-Pogrom-Nacht, die Berliner Mauer fällt.

  • Oktober Nachrichten 2021

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    Ein heißer Fiesta-Herbst

    Eigentlich ist der Sommer Fiesta-Zeit im Baskenland. Doch nach der Aufhebung der meisten Pandemie-Einschränkungen ist ein heißer Herbst auf den Straßen und in den Kneipen zu erwarten. Zumindest an den Wochenenden und mit allen verfügbaren Kräften. Es scheint, dass ein Teil der Jugend die verlorene Zeit nachholen will. “Neue Normalität“ macht als Begriff ebenso die Runde wie “unkontrollierter Vandalismus“. Dabei sind es nur zwei Seiten derselben Medaille. Versuche mit dem Coronavirus zu leben.

  • PNV und ETA

    arto1Widerstand gegen Franco

    Völlig unhistorisch wird die 60-jährige Aktivität der Untergrund-Organisation ETA heutzutage von der bürgerlichen Presse und rechten Politikern umfassend als “Terrorismus“ bezeichnet, ohne in Betracht zu ziehen, dass die Gruppe aus einer bürgerlichen Partei entstand, zu einer Zeit, als im spanischen Staat keinerlei demokratischen Rechte existierten: im Franquismus. Vor allem die Baskisch Nationalistische Partei PNV steht in engem Zusammenhang mit der ETA-Gründung. Eine unangenehme Angelegenheit.

  • Post-Covid-Sommer (2)

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    Die neue Normalität der Rückfälle

    Nach vier Wochen “neuer Normalität“ ist eines klar: alle Appelle an die Vernunft der Bevölkerung, die neue Freiheit nicht zu übertreiben, waren umsonst. Vor allem die jüngere Generation ist in kürzester Zeit in alte Exzesse zurückgefallen. Vom ersten Tag an waren die Strände maßlos überfüllt, Binnentourismus ist Trumpf. Medien bestätigen der Regierung Kontrollverlust, scheuen sich aber davor, neue Lockdowns zu fordern. Die Wirtschaft würde Amok laufen. Das Kaninchen starrt reglos auf die Schlange.

  • Roma-Frauen

    gita11Die neuen Generationen

    Drei Roma-Frauen – Gitanas – berichten von ihren Erfahrungen und von den Änderungen, die sich über die Jahre und Jahrzehnte in ihrem Leben ereignet haben. “Roma-Frauen sind nicht das, wofür die Leute sie halten“ – dieser banale Satz ist ein Teil ihrer Bilanz auf dem Weg zur Anerkennung und Gleichberechtigung, in der Schule und auf der Straße. Nicht vergessen ist die Erfahrung der alten Generation, von Frauen, die einst weitreichende Entscheidungen treffen und große Verantwortung tragen mussten.

  • Seezunge statt AKW

    (1) Lemoiz (vientosur)
    Alternative Pläne

    Eine Bucht, die sich umgeben von Steilküsten mit kristallklarem Wasser öffnet. Der Wind heult, die Vegetation wiegt sich im Wind und die Wellen brechen sich an den Felsen. Wir schreiben das Jahr 1971 in Basorda. Bevor 200.000 Kubikmeter Beton diese Landschaft begruben und auf Anordnung des Franco-Regimes das Atomkraftwerk Lemoiz entstand. Es wurde fertig gebaut, aber nie in Betrieb genommen. Jetzt soll die Ruine einer Fabrik weichen und zur Aufzucht von Seezungen genutzt werden.

  • September Nachrichten 2021

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    Alles außer Königsviren!

    Katerstimmung im September. Nach langen Ferien, der fünften Corona-Welle und Zwangsurlaub innerhalb der Staatsgrenzen müssen alle wieder dahin, wo es am meisten weh tut: zur Arbeit, zur Schule, in die Fabrik, ins Büro. Nur die Massen im Stadion fehlen noch. Die Mehrheit ist geimpft, fehlt die Risikogruppe Nummer 1, die jetzt wieder auf den Schulbänken Platz nimmt. Eine unverantwortliche Covid-Politik hat Teile der Jugend in Konfrontation oder Verzweiflung getrieben. Es werden Scherben gezählt.

  • Silvia Federici

    federici11Gegen Kapital und Patriarchat

    Silvia Federici ist eine der renommiertesten Theoretikerinnen des antikapitalistischen Feminismus, eine politische Philosophin, die überall großes Interesse weckt, zuletzt auch im Baskenland. Ihre Gedichte in einem auf Euskara übersetzten Werk, erschienen beim baskischen Buchverlag Txalaparta, werden illustriert mit Aquarellen von Begonia Santa-Cecilia. Ende Mai 2024 erfolgte die Vorstellung in verschiedenen Orten von Euskal Herria. “Frauen sind das grundlegende Subjekt des sozialen Wandels“.

  • Sommer Sonne Covid-Pass

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    Ignoranz in Pandemie-Zeiten

    Während sich das Impf-Chaos fortsetzt (Stichwort Impf-Cocktail) redet alle Welt von Urlaub und Tourismus. Mit gültigem Impfpass versteht sich. Das Ende des Alarm-Zustands haben viele mit dem Ende der Pandemie verwechselt, die Gier nach Vergnügen ist enorm. Dabei steigen die Zahlen schon wieder. Egoismus wird zur Lebensform. Den Begriff “Fünfte Welle“ traut sich noch niemand in den Mund zu nehmen – wer will schon Spielverderber spielen. Gegen Tourismus nirgendwo: Bleibe im Lande und wehre dich täglich!

  • Spritzenzeiten, Spitzenzeiten

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    Im Sommer wird alles wieder gut

    Die baskische Akzeptanz der viel zu schnell entwickelten Impfstoffe hat deutlich zugenommen. Die vorläufige Suspendierung eines Impfstoffs wegen möglicher schwerer Nebenwirkungen in halb Europa zeigt in die Gegenrichtung. Nach den Altenheimen sind Sanitäterinnen, Polizistinnen und Lehrerinnen an der Reihe. Gefängnis-Insassinnen wurden von der Impf-Liste genommen. Der Türen öffnende Impfpass rückt näher, ebenso der Ausschluss aller Nicht-Geimpften. Das Unternehmertum arbeitet fleißig an Entlassungen.

  • Surfen 5.0 (Kolumne)

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    Die unendliche Geschichte

    Zwar nicht zu erwarten, aber zu befürchten war, dass die schnelle “Normalisierung“ zu einem heftigen Rollback führen würde. Die Rückkehr zum Tourismus hat die “Fünfte Covid-Welle“ ausgelöst, die wegen des Alters der Betroffenen auch “Junge Welle“ genannt wird. Die distanzlosen dafür partyreichen Klassenfahrten nach Mallorca waren tödlich. Delta ist der vierte Buchstabe des griechischen Alphabets, Lambda der fünfte, genau so heißt die Version des Tierchens, die demnächst über uns herfallen wird.

  • Tortura sistemática

    tortureALa laboriosa reconstrucción

    Desde la década de 1960, se estima que unas 10.000 personas han sido torturadas en Hegoalde, Euskal Herria sur. Hubo una transición sin fisuras de la dictadura a la llamada democracia. No solo se torturó (como muchos podrían pensar) a militantes de organizaciones armadas, sino a todo tipo de personas políticamente activas. Esto queda patente en el hecho de que solo una pequeña parte de los torturados fueron posteriormente acusados judicialmente. La Guardia Civil, la Policía Nacional y la Ertzaintza fueron los torturadores.

  • Tourismus und Prekarität

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    Vom Boom der Ein-Tages-Verträge

    Nach dem Ende des industriellen Booms in den 80er Jahren setzten Regierungen und Verwaltungen stark auf Dienstleistung, insbesondere auf Tourismus. Bilbao mit seinem Guggenheim-Projekt ist ein Paradebeispiel dafür. Feste und relativ gut bezahlte Arbeitsplätze in der Produktion wurden ersetzt durch schlecht bezahlte, befristete Arbeitsverhältnisse. Sogenannte „Arbeitsmarkt-Reformen“ räumen den Arbeitgebern mehr Spielraum bei Verträgen ein – die Situation der Beschäftigten hingegen verschärft sich.

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