95 items tagged "Gesellschaft"

  • Roma-Frauen

    gita11Die neuen Generationen

    Drei Roma-Frauen – Gitanas – berichten von ihren Erfahrungen und von den Änderungen, die sich über die Jahre und Jahrzehnte in ihrem Leben ereignet haben. “Roma-Frauen sind nicht das, wofür die Leute sie halten“ – dieser banale Satz ist ein Teil ihrer Bilanz auf dem Weg zur Anerkennung und Gleichberechtigung, in der Schule und auf der Straße. Nicht vergessen ist die Erfahrung der alten Generation, von Frauen, die einst weitreichende Entscheidungen treffen und große Verantwortung tragen mussten.

  • Seezunge statt AKW

    (1) Lemoiz (vientosur)
    Alternative Pläne

    Eine Bucht, die sich umgeben von Steilküsten mit kristallklarem Wasser öffnet. Der Wind heult, die Vegetation wiegt sich im Wind und die Wellen brechen sich an den Felsen. Wir schreiben das Jahr 1971 in Basorda. Bevor 200.000 Kubikmeter Beton diese Landschaft begruben und auf Anordnung des Franco-Regimes das Atomkraftwerk Lemoiz entstand. Es wurde fertig gebaut, aber nie in Betrieb genommen. Jetzt soll die Ruine einer Fabrik weichen und zur Aufzucht von Seezungen genutzt werden.

  • September Nachrichten 2021

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    Alles außer Königsviren!

    Katerstimmung im September. Nach langen Ferien, der fünften Corona-Welle und Zwangsurlaub innerhalb der Staatsgrenzen müssen alle wieder dahin, wo es am meisten weh tut: zur Arbeit, zur Schule, in die Fabrik, ins Büro. Nur die Massen im Stadion fehlen noch. Die Mehrheit ist geimpft, fehlt die Risikogruppe Nummer 1, die jetzt wieder auf den Schulbänken Platz nimmt. Eine unverantwortliche Covid-Politik hat Teile der Jugend in Konfrontation oder Verzweiflung getrieben. Es werden Scherben gezählt.

  • Silvia Federici

    federici11Gegen Kapital und Patriarchat

    Silvia Federici ist eine der renommiertesten Theoretikerinnen des antikapitalistischen Feminismus, eine politische Philosophin, die überall großes Interesse weckt, zuletzt auch im Baskenland. Ihre Gedichte in einem auf Euskara übersetzten Werk, erschienen beim baskischen Buchverlag Txalaparta, werden illustriert mit Aquarellen von Begonia Santa-Cecilia. Ende Mai 2024 erfolgte die Vorstellung in verschiedenen Orten von Euskal Herria. “Frauen sind das grundlegende Subjekt des sozialen Wandels“.

  • Sommer Sonne Covid-Pass

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    Ignoranz in Pandemie-Zeiten

    Während sich das Impf-Chaos fortsetzt (Stichwort Impf-Cocktail) redet alle Welt von Urlaub und Tourismus. Mit gültigem Impfpass versteht sich. Das Ende des Alarm-Zustands haben viele mit dem Ende der Pandemie verwechselt, die Gier nach Vergnügen ist enorm. Dabei steigen die Zahlen schon wieder. Egoismus wird zur Lebensform. Den Begriff “Fünfte Welle“ traut sich noch niemand in den Mund zu nehmen – wer will schon Spielverderber spielen. Gegen Tourismus nirgendwo: Bleibe im Lande und wehre dich täglich!

  • Sozialistische Bewegung

    (*) Topagune Sozialista (gedar)
    Baskische Jugend organisiert sich

    Die neue linke baskische Jugendbewegung ist ohne die verschiedenene Organisationen, die sich unter dem Dach von EHKS (Sozialistischer Rat) versammeln, nicht mehr denkbar. Seit die alte baskische Linke nach der auflösung von ETA eine neue sozialdemokratische Orientierung eingeschlagen hat, hört die sozialistische Jugend-Bewegung nicht auf zu wachsen. Besonderheit ist, dass sie sich weder auf die baskische Unabhängigkeit bezieht, sondern auch in spanischen Regionen Organisations-Versuche gestartet hat.

  • Spritzenzeiten, Spitzenzeiten

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    Im Sommer wird alles wieder gut

    Die baskische Akzeptanz der viel zu schnell entwickelten Impfstoffe hat deutlich zugenommen. Die vorläufige Suspendierung eines Impfstoffs wegen möglicher schwerer Nebenwirkungen in halb Europa zeigt in die Gegenrichtung. Nach den Altenheimen sind Sanitäterinnen, Polizistinnen und Lehrerinnen an der Reihe. Gefängnis-Insassinnen wurden von der Impf-Liste genommen. Der Türen öffnende Impfpass rückt näher, ebenso der Ausschluss aller Nicht-Geimpften. Das Unternehmertum arbeitet fleißig an Entlassungen.

  • Surfen 5.0 (Kolumne)

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    Die unendliche Geschichte

    Zwar nicht zu erwarten, aber zu befürchten war, dass die schnelle “Normalisierung“ zu einem heftigen Rollback führen würde. Die Rückkehr zum Tourismus hat die “Fünfte Covid-Welle“ ausgelöst, die wegen des Alters der Betroffenen auch “Junge Welle“ genannt wird. Die distanzlosen dafür partyreichen Klassenfahrten nach Mallorca waren tödlich. Delta ist der vierte Buchstabe des griechischen Alphabets, Lambda der fünfte, genau so heißt die Version des Tierchens, die demnächst über uns herfallen wird.

  • Tortura sistemática

    tortureALa laboriosa reconstrucción

    Desde la década de 1960, se estima que unas 10.000 personas han sido torturadas en Hegoalde, Euskal Herria sur. Hubo una transición sin fisuras de la dictadura a la llamada democracia. No solo se torturó (como muchos podrían pensar) a militantes de organizaciones armadas, sino a todo tipo de personas políticamente activas. Esto queda patente en el hecho de que solo una pequeña parte de los torturados fueron posteriormente acusados judicialmente. La Guardia Civil, la Policía Nacional y la Ertzaintza fueron los torturadores.

  • Tourismus und Prekarität

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    Vom Boom der Ein-Tages-Verträge

    Nach dem Ende des industriellen Booms in den 80er Jahren setzten Regierungen und Verwaltungen stark auf Dienstleistung, insbesondere auf Tourismus. Bilbao mit seinem Guggenheim-Projekt ist ein Paradebeispiel dafür. Feste und relativ gut bezahlte Arbeitsplätze in der Produktion wurden ersetzt durch schlecht bezahlte, befristete Arbeitsverhältnisse. Sogenannte „Arbeitsmarkt-Reformen“ räumen den Arbeitgebern mehr Spielraum bei Verträgen ein – die Situation der Beschäftigten hingegen verschärft sich.

  • Umfrage zu Unabhängigkeit

    naziometro1... und Rechtsentwicklung

    Naziometroa ist eine regelmäßige Studie zum Thema Selbstbestimmung und Unabhängigkeit des Baskenlandes. In seiner letzten Umfrage sieht Naziometroa eine Zunahme reaktionärer Einstellungen in Euskal Herria. Zwei von drei Personen sind der Meinung, dass reaktionäre Einstellungen zugenommen haben, und eine Mehrheit hat diesen Trend in ihrem Umfeld beobachtet. Der ideologische Links-Rechts-Gegensatz ist laut Naziometroa ausschlaggebend für die Meinungen zu Geschlechter-Gleichstellung und Migration.

  • Von Illegalität zu Wahlerfolg

    illegal0125 Jahre Baskische Linke

    In nur knapp 25 Jahren hat die baskische Unabhängigkeits-Linke eine bemerkenswerte Entwicklung vollbracht. Im Jahr 2002 wurde sie für illegal erklärt, es folgten viele Jahre Gefängnis für die Funktionsträger aus dem Partei-Vorstand. Nach Jahren des Wiederaufbaus wurde die Wahl zum staatlichen Parlament zu einem vorläufigen Höhepunkt: Die Koalition EH Bildu fuhr mit 335.170 Stimmen ein Rekordergebnis ein. Bezahlt wurde dieser Erfolg unter anderem mit einer tiefgehenden Spaltung in der Bewegung.

  • Wider dem kleineren Übel

    zibechi1bLinks tritt auf der Stelle

    Die Welt ist konfrontiert mit einer immer angespannteren internationalen Lage, das Risiko eines nuklearen Konflikts rückt spürbar näher. Die Tatsache, dass wir angesichts dessen alte Rezepte zur Hand nehmen und uns auf die Politik des "kleineren Übels" beziehen, stößt immer mehr an ihre Grenzen. Noch schlimmer ist, dieses konservative Verhalten zum Verlust von transformativen und emanzipativen Horizonten führt. Dabei sind solche Perspektiven gesellschaftlicher Veränderung notwendiger denn je.

  • Wilder März in Aussicht (K35)

    kolu35x00Museum, Pflege, Feministinnen

    Nach dem Ende der Covid-Restriktionen dürfen wir wieder alles: feiern, saufen, reisen, küssen – nur nicht kritisch denken. Das bleibt verboten. Wo Denkverbote mit Autoritarismus kollidieren, ist Protest nicht weit. Vom Protest zum Streik ist ein kurzer Weg. Keksfabrik im Ausstand, im Guggenheim wird nicht geputzt, am 8. März auf den Putz gehauen. Für Gesundheit ohnehin. Ausbeutung und Unterdrückung haben verschiedene Facetten: patriarchal, kapital, neoliberal, mit und ohne Ismus. Widerstand ist Pflicht.

  • Zwölf Monate Lockdown

    cov01
    Das Jahr, in dem sich alles änderte

    Am 15. März 2020 trat ein zweiwöchiger Alarmzustand in Kraft. 365 Tage und mehr als 5.000 Tote später sehen Euskadi und Navarra wie die ganze Welt noch immer nicht das Ende des Covid-Tunnels. Drei Tage zuvor, am 12. März 2020, war bereits die Schließung der baskischen Schulen verfügt worden. Beim aktuellen Stand der Wissenschaft und Technik ist es schwer vorstellbar, dass bisher kein Weg zu Bekämpfung der Pandemie gefunden wurde. Das politische Krisen-Management hat versagt, daran besteht kein Zweifel.

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