zumala1Der baskische Karlisten-General

Er galt als militärisches Genie und proklamierte eine baskische föderale Republik: Tomas Zumalakarregi. Absolutistischer Reaktionär, klerikaler Monarchist oder Held der baskischen Selbstbestimmungs-Rechte – das sind die gegensätzlichen Sichtweisen von Zumalakarregi, über den zwei Bücher erschienen sind. Sie beleuchten widersprüchliche Facetten: Zumalakarregi als militärisches Genie und als Förderer einer baskischen Republik. Den Karlismus verstehen heißt, die Unabhängigkeits-Bewegung zu verstehen.

Tomas Zumalakarregi wurde am 29. Dezember 1788 in Ormaiztegi geboren und starb am 24. Juni 1835 in Zegama. Er wurde als Sohn eines reichen Rechtsanwalts in Gipuzkoa geboren, sollte Anwalt werden, meldete sich jedoch zum Militär, um gegen die napoleonischen Invasoren zu kämpfen und wurde Militär.

Ein Jahrzehnt vor seinem 200. Todestag ist Tomas Zumalakarregi Imatz (spanisch: Tomás de Zumalacárregui y de Imaz) nach wie vor eine Figur, die von gegensätzlichen politischen Strömungen beansprucht wird und Gegenstand von zwei gleichzeitig erschienenen Büchern ist, die einerseits seine militärischen Fähigkeiten und andererseits seine politischen Beweggründe und die von ihm durchgeführten Aktionen betonen. (1)

Das Buch mit dem Titel “Tomás de Zumalacárregui im Ersten Karlistenkrieg (1833-1835)“ (im Verlag Lamiñarra erschienen), befasst sich mit seinen Qualitäten als General und ist das Werk des Historikers Borja Guinea, der die Schlachten, die Zumalakarregi in den zwanzig Monaten an der Spitze der Karlisten geschlagen hat, im Detail analysiert. Zu diesem eher militärischen Aspekt weist Guinea darauf hin, dass “er zwar nie die Gelegenheit hatte, eine Schlacht großen Ausmaßes zu führen, in der die drei Waffengattungen der damaligen Zeit zum Einsatz kamen: Infanterie, Kavallerie und Artillerie. Dass er aber in seiner aktiven Zeit durchaus zeigte, dass er ein brillanter General im Guerillakrieg war“.

Was waren die Karlisten-Kriege?

zumala2Der Karlismus (auch Carlismus) war eine monarchistische politische Strömung im spanischen Staat. Seine Anhänger bestritten die Legitimität der Thronfolge der spanischen Königin Isabella II. (1833–1868) und unterstützten stattdessen das Thronrecht von Isabellas Onkel Carlos María Isidro von Bourbon (und der ihm folgenden Thron-Prätendenten). (2)

Vor diesen vordergründig dynastischen Zielen bildeten die Karlisten über lange Zeit eine Hauptpartei im innerspanischen Kulturkampf, der sich von der napoleonischen Besatzung bis zum Spanienkrieg von 1936 hinzog und zu immer neuen Bürgerkriegen führte. Die beiden Karlisten-Kriege (1833-1836 und 1872-1876) waren ein Teil davon. In diesem Kulturkampf standen die Karlisten mit ihrer reaktionär-absolutistischen, entschieden katholischen gegen die zentralistischen liberalen Ideen (entsprechend der französischen Revolution), auf die sich die liberale isabellinische Monarchie stützte. Die Karlisten verteidigten die traditionellen Sonderrechte der jeweiligen Regionen (Fueros), weshalb sie im Baskenland viele Anhänger hatten. Vor dem Militärputsch und dem Spanienkrieg (1936-1939) schlossen sich die Karlisten den Putschisten um Mola und Franco an.

Wer war Zumalakarregi?

Tomas Zumalakarregi war der zweitjüngste von 11 Geschwistern. Als 1808 die napoleonischen Truppen Spanien besetzten, meldete er sich in Saragossa freiwillig zur spanischen Armee. Er nahm an der Schlacht von Tudela teil, geriet in französische Gefangenschaft und flüchtete in sein Heimatdorf Ormaiztegi. Kurze Zeit später zog Zumalakarregi in die Berge und schloss sich der Guerrilla von Gaspar de Jauregui an, genannt El Pastor (der Hirte), einem Guerilla-Kämpfer aus Gipuzkoa, der im Baskenland und in Navarra auf eigene Faust gegen die Franzosen kämpfte. Da Zumalakarregi ein Mann mit Tatkraft und einem gewissen Bildungsniveau war, machte ihn Jauregui sofort zu seinem persönlichen Sekretär. Es wird sogar behauptet, dass Jauregui selbst Analphabet war, was zu jener Zeit durchaus üblich war, und dass Zumalakarregi ihm Unterricht im Lesen und Schreiben gab. Später kehrte er aber in den regulären Militärdienst der spanischen Armee zurück, wo er bis zum Hauptmann aufstieg. (3)

Während des Trienio Liberal (liberale Regierung 1820-1823) und der französischen Invasion in Spanien wurde Zumalakarregi von seinen liberalen Offizierskollegen wegen seiner monarchistisch-konservativen Haltung denunziert und ging ins Exil nach Frankreich. Einer seiner älteren Brüder, Miguel Antonio, stand im Übrigen auf der liberalen Gegenseite. Nach Kriegsende kehrte er zur Armee zurück und wurde 1825 zum Oberstleutnant und 1829 zum Oberst befördert. 1832 wurde er zum Militärgouverneur von Ferrol (Galicien) ernannt. Nach dem Tod von König Ferdinand VII. im Jahr 1833 wurde er wegen des Verdachtes der Sympathie für den Thronfolge-Konkurrenten Carlos María Isidro de Borbón, genannt Don Carlos, dem nach der Macht strebenden Bruder des verstorbenen Königs, in Pamplona unter Hausarrest gestellt.

Im Oktober 1833 erhielt Zumalakarregi von jenem Don Carlos die Aufforderung, das militärische Kommando eines Aufstandes in Navarra zu übernehmen. Er entfloh aus dem Hausarrest in die Berge. Dort gelang es ihm innerhalb kürzester Zeit, aus anfangs wenigen hundert undisziplinierten und unerfahrenen Kämpfern eine schlagkräftige und disziplinierte Armee zu machen. Mit Guerillataktik führte er seine Truppen von Sieg zu Sieg. Er gewann die Schlachten von Alsasua, Alegría de Álava, und Venta de Echavarri. Seine Erfolge ermöglichten es ihm, Don Carlos in sein Lager einzuladen. Dieser folgte der Einladung im Juli 1834, war aber voller Misstrauen gegenüber seinem so erfolgreichen und populären General. Im Jahr 1835 erreichte dessen Armee eine Stärke von über 30.000 Mann.

Zumalakarregi gewann im April 1835 die Schlacht von Artaza und wollte nun mit seinem Heer nach Madrid marschieren. Doch Don Carlos drängte ihn, zuerst Bilbao zu erobern. Bei der Belagerung der Stadt wurde er am 14. Juni bei der Basilika von Begoña von einer Kugel in die Wade getroffen. Zur Behandlung der leichten Verletzung entsandte Don Carlos seine Leibärzte, wenige Tage später verstarb Zumalakarregi. Bald tauchten Verdächtigungen auf, er sei seiner Popularität wegen von Don Carlos vergiftet worden. Postum wurde er in den erblichen Grafenstand sowie den Herzogsstand als Duque de la Victoria erhoben. Zumalakarregi wurde von seinen Zeitgenossen als tiefgläubig, monarchistisch und konservativ beschrieben, als einer, der geradlinig für seine Überzeugung eintrat. Der Nachwelt ist er insbesondere durch das Tragen der roten Baskenmütze in Erinnerung geblieben.

Zumalakarregi im 1. Karlistenkrieg

Der Erste Karlistenkrieg diente dazu, Zumalakarregis “erstaunliche Fähigkeit unter Beweis zu stellen, aus einem Haufen von Freiwilligen und monarchistischen Anhängern eine echte Armee mit einem soliden militärischen Organisationsplan zu schaffen, inmitten eines enormen Ressourcen-Mangels. Natürlich mussten die Karlisten harte Maßnahmen ergreifen, um ihre Rekruten zu ernähren oder wie die Liberalen auf Unterdrückung zurückgreifen, was dunkle Seiten in unserer Geschichte hinterlassen hat“. (1)

Der Historiker ist der Ansicht, dass Zumalakarregi “viele Eigenschaften hatte, die dazu führten, dass wir noch heute von ihm sprechen, wie zum Beispiel sein Organisationstalent, seine Fähigkeit, die Zeit im Blick zu behalten, seine Kenntnis des Geländes und die Mobilität seiner Truppen, um nur einige zu nennen. Meiner Meinung nach waren diese vier Punkte ausschlaggebend für seinen Erfolg bei der Bildung einer Armee und der Eindämmung der liberalen Armee während der Monate, in denen er das Kommando über die karlistische Armee innehatte“.

Hinzu kamen “ein Charisma und eine Strenge, die ihn bei seinen Truppen beliebt machten, die ihn liebevoll ‘Onkel Tomás‘ nannten. Er sorgte für Gerechtigkeit gegenüber Treuen und weniger Treuen, kümmerte sich um seine Truppen und versuchte, keine allzu großen Risiken einzugehen, was zusammen mit der Serie von Siegen dazu führte, dass die Moral in seiner Armee sehr hoch blieb und gleichzeitig die Moral seiner Gegner sank.

zumala3Konterrevolutionär

Guinea bezieht sich in seinen Forschungen auf die Sammlung von Juan Antonio Zaratiegui, der als Kriegssekretär des Karlistenführers fungierte. Er versichert: “Was ich in den Unterlagen des Generalarchivs von Navarra lesen konnte, deutet darauf hin, dass Zumalakarregi eine konter-revolutionäre Denkweise hatte“. Weiter führt er aus, dass “er zutiefst karlistisch war und Ideale hatte, die in krassem Widerspruch zur bürgerlich-liberalen Revolution standen“. Er fügt hinzu, dass “ich nicht glaube, dass er sich der Guerrilla anschloss, um die Fueros zu verteidigen. Nach seiner Entlassung aus dem Amt des Gouverneurs von Ferrol, erzählt Madrazo, dass Zumalakarregi Don Carlos seinen Kriegsdienst anbot. In dieselbe Richtung argumentierte sein Bruder Miguel Antonio Ende 1834, es sei eine Sache der Ehre gewesen, in diesem Fall gegenüber Don Carlos. Außerdem hielt der Kriegssekretär Zaratiegui fest, dass zu Beginn des Krieges die Fueros (baskische Selbstbestimmungs-Rechte) nicht in Frage gestellt waren. Selbst als Espoz y Mina von der Madrider Regierung zum Vizekönig von Navarra ernannt wurde, wurden die Privilegien und Freiheiten von Navarra ausdrücklich benannt“.

Guinea beschreibt Zumalakarregi als einen “militärischen Mann, der sich stark auf diesen Bereich konzentrierte und das ‘politische‘ Umfeld verabscheute, wie etwa den Umgang mit dem Hof, der Don Carlos von Anfang an umgab. Er wusste jedoch, dass er die Gunst der lokalen Bevölkerung gewinnen musste, die gespaltener war, als es auf den ersten Blick schien. Dazu machte er Proklamationen oder Ansprachen, in denen seine zutiefst antirevolutionäre Ideologie zum Ausdruck kam, die auf dem Dreiklang 'Gott, Land und König' basierte“.

Nach Guineas Ansicht war der General “motiviert durch die Verteidigung der Religion, den Kampf gegen jede Form von Liberalismus oder Revolution und das Ehren-Versprechen gegenüber Don Carlos, für diesen zu kämpfen. Seine Reden sind voller Verweise auf diese Prinzipien, mit einigen Besonderheiten je nach Publikum. Die Bevölkerung Navarras forderte er zur Treue zu den Königen auf und zum Respekt vor dem Kettenwappen (bis heute das Wappen Navarras). Die mit Navarra verbündeten Leute aus Gipuzkoa und Bizkaia erinnerte er daran, dass es weder den Römern noch den Muslimen gelungen war, ihr Land zu erobern, was man damals für wahr hielt“.

Carlos “war das Mittel, nicht der Zweck“

Interessanterweise steht die These, die dem zweiten Buch zugrunde liegt, im Gegensatz zu dieser eher politischen Facette. Es trägt den Titel “Zumalacárregui und die Pyrenäen-Republik“ und ist das Werk von Jose Mari Esparza, publiziert bei Txalaparta-Verlag, dessen ehemaliger Direktor er war. Der Autor dieses Werks beschreibt “das politisch-militärische Umfeld von Euskal Herria im 19. Jahrhundert in Bezug auf die Fueros, die Unabhängigkeit und das nationale Bewusstsein“. Er macht deutlich, dass “die baskisch-navarrischen Freiheiten die Hauptantriebskraft für die Kriege des 19. Jahrhunderts waren und deckt die Unabhängigkeits-Bestrebungen und ihre Vorgeschichte auf“.

Was Zumalakarregi betrifft, so heißt es dort, war die Verteidigung der Fueros der Hauptgrund, warum er zu den Waffen griff. Der Thronfolge-Prätendent Carlos sei “das Mittel, aber nicht der Zweck gewesen, das Zumalakarregi anstrebte“, so die von Esparza aufgezeichnete Aussage eines Abgesandten des französischen Monarchen Louis-Philippe. Esparza erinnert daran, dass nach der Bildung der Junta, die Nafarroa regieren sollte, diese Institution am 14. November 1833 mit mehreren Militärchefs, darunter Zumalakarregi, zusammentraf und ein Abkommen über die Loyalität gegenüber “Karl VIII. von Navarra“ (Carlos) und die “Einhaltung der Privilegien und Gesetze dieses Königreichs“ unterzeichnete.

Esparza stellt fest, dass die Reaktion der liberalen Regierung auf den Aufstand darin bestand, die königliche Herrschaft auf Nafarroa, Gipuzkoa, Araba und Bizkaia auszudehnen, deren Selbstbestimmungs-Statuten de facto außer Kraft gesetzt wurden. Der Autor fragt sich: “Wenn es bei dem Aufstand nicht um die Fueros ging“, wie einige Historiker behaupten, “welchen Sinn hatte es dann, sie durch ihre Unterdrückung zu bestrafen?“ Er vertritt die Ansicht, dass dieses entschiedene Eintreten für die Fueros Zumalakarregi dazu veranlasst hat, im Frühjahr 1834 eine föderale Republik in den baskischen Gebieten auszurufen. Diese Ausrufung ist in einem Brief festgehalten, den der Historiker Mikel Sorauren im Generalarchiv von Nafarroa gefunden hat.

Verlassen

Der Brief ist auf den 9. April 1834 datiert und wurde von José Antonio Zurbano, dem Geschäftsvertreter der Provinz-Verwaltung Nafarroa in Madrid, an den Sekretär dieser Einrichtung, José Basset, geschrieben. Zurbano teilte mit, dass “eine Proklamation von Zumalakarregi in Madrid eingetroffen sei, in der er mitteilt, dass das Königreich Navarra und die baskischen Provinzen in Anbetracht der Untätigkeit und der Ignoranz von Don Carlos bei der Verteidigung ihrer Sache zu einer föderalen Republik erklärt werden und zu diesem Zweck die Staaten einberufen werden, sobald es die Umstände des Krieges erlauben“.

Esparza merkt an, dass der General sich zu diesem Schritt entschlossen hatte, nachdem er monatelang erfolgreich gegen die Liberalen gekämpft hatte, wobei er “die Unterstützung der Zivilbevölkerung hatte, die die liberale Armee als Invasionsarmee betrachtete“. Außerdem fühlte er sich “von seinem Anführer im Stich gelassen“, da er keine Nachricht von dem Prätendenten Karl hatte, der nach Portugal geflüchtet war. Die französischen Korrespondenten in Baiona waren die ersten, die die Nachricht verbreiteten und darauf hinwiesen, dass Zumalakarregi eine Proklamation “an die Einwohner der vier aufständischen Provinzen gerichtet hat, in der er sie für unabhängig erklärt und sie von jeder Unterwerfung befreit, sei es unter der Autorität von Don Carlos oder unter der der Königin“, und “eine Art föderale Regierung“ etabliert.

zumala4Von da an verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer “durch die Presse des Kontinents und erreichte die europäischen Kanzleien“. Der Autor stellt fest, dass “die baskischen Provinzräte, die spanische Regierung und die Regierungen Frankreichs, Englands und Österreich-Ungarns direkt davon Kenntnis hatten“ und dass “Zeitungen in der Schweiz, in Spanien, Frankreich, Großbritannien, Preußen und Italien über die Nachricht berichteten“. Sogar der österreichische Kanzler Metternich, der wichtigste Politiker Europas zu dieser Zeit, nahm die Nachricht entgegen. Diese Ankündigung veranlasste Carlos zu einer “eiligen Reise“ von England aus, wo er sich nach dem Verlassen Portugals aufhielt, um den baskischen General zu treffen, der in weniger als einem Jahr vier bekannte Militärs aus Madrid besiegt hatte: Sansfield, Valdés, Quesada und Rodil.

Die Belagerung von Bilbao

Die Ankunft des Prätendenten bremste die entstehende baskische Föderative Republik und veranlasste Zumalakarregi, Bilbo zu belagern, eine militärische Operation, zu der er sich entschloss, indem er “Carlos und seiner Clique“ nachgab. Am 15. Juni 1835 wurde er von einer Kugel ins Bein getroffen, die Wunde wurde nicht richtig behandelt und er starb am 24. Juni.

Esparza berichtet in seinem Buch, dass Carlos, als er von seinem Tod erfuhr, sich “einer dummen Freude hingab, wie diejenigen, die einer Vormundschaft entrinnen und denen eine Last von den Schultern genommen wird“. Er fügt hinzu, dass Carlos “nicht an der Beerdigung teilnahm“, obwohl er nur 35 Kilometer entfernt war.

Nach dem Tod des Generals Zumalakarregi setzte eine Debatte über seine Person ein, die bis heute andauert und die Borja Guinea vor allem auf die Tatsache zurückführt, dass “es noch keine wirklich akademische Biografie von Zumalakarregi gibt, die sein Leben von der Kindheit bis zu seinem Tod behandelt. Das bedeutet, dass es dunkle Lücken gibt und dass er in eine Schublade mit manchmal gegensätzlichen Ideologien gesteckt wird“.

Esparza seinerseits hebt den aufschlussreichen Brief hervor, den Sorauren gefunden hat, denn “jetzt stellt sich heraus, dass Zumalakarregi umständehalber ein Karlist war und ein Republikaner für Unabhängigkeit und baskischen Föderalismus“. Die jeweiligen Bücher zeigen, dass Zumalakarregi auch fast 200 Jahre nach seinem Tod noch immer eine Figur ist, die aus sehr unterschiedlichen Perspektiven dargestellt wird.

Die historische Figur von Tomas Zumalakarregi zu beleuchten und zu verstehen ist nicht allein eine limitierte Frage des 19. Jahrhunderts. Denn erst die Niederlage des Karlismus machte den Weg frei für die Entwicklung des baskischen Nationalismus. Kein geringerer als Sabino Arana stellt den Übergang zwischen den beiden Ideologien dar. Sabino Arana wiederum ist einer der Geburtshelfer der heutigen links-abertzalen Unabhängigkeits-Bewegung. Ein Museum in Ormaiztegi, dem Geburtsort von Tomas und Miguel Antonio Zumalakarregi schildert den unterschiedlichen Lebensweg der beiden Brüder.

ANMERKUNGEN:

(1) “Dos nuevos libros sobre Zumalakarregi: El genio militar que proclamó una república federal vasca” (Zwei neue Bücher über Zumalakarregi: Der geniale Militär, der eine baskische föderale Republik ausrief) Tageszeitung Gara, Autor Pello Guerra, 2024-11-30 (LINK)

(2) Karlismus oder Carlismus, Karlistenkriege. Wikipedia (LINK)

(3) Tomás de Zumalacárregui, Wikipedia (LINK)

ABBILDUNGEN:

(1) Zumalakarregi (diario noticias)

(2) Zumalakarregi (gara)

(3) Zumalakarregi (wikipedia)

(4) Zumalakarregi (nat.geografic)

(PUBLIKATION BASKULTUR.INFO 2024-11-30)

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