Raum für gesellschaftliche Themen aller Art, die baskische Kooperativen-Bewegung, Sozialpolitik und alternative Projekte.
... und Rechtsentwicklung
Naziometroa ist eine regelmäßige Studie zum Thema Selbstbestimmung und Unabhängigkeit des Baskenlandes. In seiner letzten Umfrage sieht Naziometroa eine Zunahme reaktionärer Einstellungen in Euskal Herria. Zwei von drei Personen sind der Meinung, dass reaktionäre Einstellungen zugenommen haben, und eine Mehrheit hat diesen Trend in ihrem Umfeld beobachtet. Der ideologische Links-Rechts-Gegensatz ist laut Naziometroa ausschlaggebend für die Meinungen zu Geschlechter-Gleichstellung und Migration.
Links tritt auf der Stelle
Die Welt ist konfrontiert mit einer immer angespannteren internationalen Lage, das Risiko eines nuklearen Konflikts rückt spürbar näher. Die Tatsache, dass wir angesichts dessen alte Rezepte zur Hand nehmen und uns auf die Politik des "kleineren Übels" beziehen, stößt immer mehr an ihre Grenzen. Noch schlimmer ist, dieses konservative Verhalten zum Verlust von transformativen und emanzipativen Horizonten führt. Dabei sind solche Perspektiven gesellschaftlicher Veränderung notwendiger denn je.
"Kriegstüchtig"
Krieg als Instrument des Kapitalismus hat in der Geschichte der letzten beiden Jahrhunderte eine wichtige Rolle gespielt. Krieg ist die Folge der Akkumulation von Kapital und der notwendigen Kontrolle von Märkten und Rohstoffen. Das derzeitige Szenario, vor dem der Planet steht: Krieg und Kapitalismus. Krieg ist eine Strategie zur Lösung von Wirtschafts-Krisen oder zur Festigung politischer, militärischer und wirtschaftlicher Macht. Krieg gehört zum Kapitalismus wie Völkermord zum Kolonialismus.
Wahlen gewinnen ist relativ
Der Wahlkampf vor den Wahlen am 21. April 2024 wird nicht nur wegen des Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen der neoliberalen PNV und der sozialdemokratisch-abertzalen Koalition EH Bildu in Erinnerung bleiben; oder wegen der Debatten zwischen neuen Kandidat*innen. In den wenig überzeugenden Diskursen gab es viele alte Kamellen, uralte Beschuldigungen, kaum Überraschendes, dafür eine große Hoffnung der neuen Linken auf Erfolg. Alphabet einer Kampagne mit leeren Schlagzeilen, Fake News und heißer Luft.
Strategien der Herrschaft
Nie zuvor in der Menscheits-Geschichte hatten wir als Einzelpersonen Zugriff auf eine derartige Menge an Information. Printmedien sind fast überflüssig geworden, Internet und die sozialen Medien dominieret alles. Daraus den Schluss zu ziehen, wir seien besser informiert denn je, ist dennoch ein Trugschluss. Denn trotz Informationsfülle gibt es häufig Zweifel an der Qualität der Information. Oder an ihrer Wahrhaftigkeit. Wer nichts wirklich Interessantes zu bieten hat, verbreitet Lügen: Fake News.
Frauenarbeit in Bizkaia
Nicht selten vermittelt die Geschichts-Lektüre den Eindruck, dass allein Männer Geschichte gemacht haben, Frauen hingegen mit Ausnahmen nicht vorkamen. Sokrates, Napoleon, Stalin, die Liste ist unendlich. Ähnliches geschieht in der Bilbo-Geschichte des Eisenerz-Bergbaus: Hauer und Bergarbeiter – Frauen kommen hierbei fast nicht vor. Nur als Haushälterinnen und Prostituierte. Doch waren es Frauen, die das Erz aus den Minen transportierten, es waren Frauen, die die Eisenerz-Schiffe be- und entluden.
Die neuen Generationen
Drei Roma-Frauen – Gitanas – berichten von ihren Erfahrungen und von den Änderungen, die sich über die Jahre und Jahrzehnte in ihrem Leben ereignet haben. “Roma-Frauen sind nicht das, wofür die Leute sie halten“ – dieser banale Satz ist ein Teil ihrer Bilanz auf dem Weg zur Anerkennung und Gleichberechtigung, in der Schule und auf der Straße. Nicht vergessen ist die Erfahrung der alten Generation, von Frauen, die einst weitreichende Entscheidungen treffen und große Verantwortung tragen mussten.
Erfolgsbilanzen hier und dort
Während in Madrid Pedro Sanchez zum dritten Mal zum spanischen Regierungschef gewählt wird – mit den Stimmen der baskischen Linken – spricht Arnaldo Otegi in einem Interview über die zurückliegenden Erfolge der Koalition EH Bildu in Madrid. Themen sind das ungleiche Bündnis-Verhalten in Madrid, Navarra und Euskadi, die gelungene fortschrittliche Blockade gegen die spanische Ultrarechte, die bevölkerungs-feindliche Politik der baskischen PNV und eine mögliche Kandidatur bei den Regionalwahlen 2024.