71 items tagged "Reisekultur"

  • Faschisten-Tourismus

    ftur1Franquisten-Propaganda 1938

    Am 18. Juni 1937 floh die baskische Regierung aus Bilbao, am Tag darauf zogen die Faschisten in die Stadt. Damit war im Baskenland der Krieg zu Ende. Andernorts zogen sich die Schlachten noch bis April 1939. Bereits vor Kriegsende, am 1. Juli 1938, wurden von den Faschisten die “Kriegsrouten“ ins Leben gerufen, planmäßige Fahrten in “prächtigen Reisebussen“, die es den Besuchern ermöglichen sollten, “die noch brennenden Spuren“ des Konflikts im Baskenland, in Kantabrien und in Asturien zu sehen.

  • Fluchtort Baskenland

    migration
    Flüchtlinge von gestern und heute

    "Wir Baskinnen wissen sehr wohl, was es bedeutet, das eigene Land verlassen und in ein anderes Land flüchten zu müssen. Diesen Alptraum erleben heute andere Völker. Wenn wir unserer Geschichte treu bleiben und konsequent handeln, müssen wir heute ebenfalls solidarisch sein“. Sagte Josefina Redondo bei einer von der baskischen Pro-Flüchtlings-Bewegung organisierten Veranstaltung in Gernika. 

  • Gefahr des Overtourismus

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    Massentourismus tötet Alltag

    In zehn Jahren können viele touristische Reiseziele komplett zerstört sein – sagt einer, der die Tourismus-Branche bestens kennt. Städte wie Barcelona, Dubrovnik oder Venedig haben den Abgrund bereits erreicht. Andere – wie Bilbao oder San Sebastian – steuern mit vollen Segeln auf die Katastrophe zu. Überall werden Hotels gebaut, neue Kreuzfahr-Anleger, Billigflug-Firmen bieten neue Linien. Im Tourismus zählt die Devise: alles für die Reisenden – keinen Respekt vor den Interessen der Anwohner*innen.

  • Global Greeter Network

    greeters1Greeters grüßen in Bilbao

    Wenn wir uns auf Reisen begeben, nehmen wir in der Regel in Kauf, dass wir in den Orten die wir besuchen, abgeschottet sind vom normalen Leben, von den dort lebenden Menschen. Kontakt haben wir oft nur mit den in der Tourismus-Branche Beschäftigten, oder in Hotels, Restaurant und Geschäften. Hotelburgen, Massenstrände und Erlebnisparks wie Disneyland stehen dafür. Die weltweite Greeter-Bewegung versucht, diese Isolation zu durchbrechen und ermöglicht persönliche Kontakte mit Einheimischen.

  • Greeters Bilbao 2016

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    Alternativen zum gängigen Tourismus

    Im vergangenen Jahr 2016 sind die Zahlen der Besucherinnen im Baskenland deutlich gestiegen. Gleichzeitig existiert ein wachsender Sektor von Reisenden, der sich nicht überall in die Schlange stellen will und Nischen sucht, Alternativen zur herkömmlichen Reiseform. Die Greeters geben darauf eine originelle Antwort. Mit der Vermittlung von freiwilligen Stadt-Begleiterinnen erhalten Besucherinnen einen subjektiven, aber nahen Eindruck ihres Reiseziels, die positive Rückmeldung spricht für sich.

  • Greeters Rückblick 2017

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    Mit Einheimischen unterwegs in Bilbao

    Die Greeters-Projekte entwickeln sich langsam und nicht unbedingt der jeweiligen Konjunktur im Tourismusbereich entsprechend. Denn während die Besuchs-Zahlen im Baskenland und im Staat kräftig anzogen, blieben die Anmeldungen bei dem sympathischen Freiwilligen-Projekt praktisch dieselben wie im Vorjahr. Zum einen ist das Projekt nach wie vor wenig bekannt, zum anderen ist es abhängig von Freiwilligen, die sich mit Tourist*innen treffen und mit ihnen zwei, drei Stunden ihrer Freizeit verbringen.

  • Grönland im Visier

    inuit11“Die Amerikaner kommen”

    Grönland ist enorm groß, die größte Insel des Planeten. Grönland ist schön und nicht überlaufen. Jetzt kommen die Yankees. United Airlines wird Nuuk, die Hauptstadt Grönlands, von Newark und New Jersey aus nonstop anfliegen. Asiatische Ausgangspunkte sollen dazukom-men. Die abgelegene Insel im arktischen Norden Europas wünscht sich mehr Tourismus. Aber bitteschön nicht zu viel, die Fehler von anderen vermeiden. “Was wir momentan erleben, ist der Trubel, bevor die Herde kommt“, sagt ein Hotelmanager.

  • Guggenheim-Effekt verdoppeln

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    Gernika im Visier des Massentourismus

    Seit 13 Jahren existiert bei der baskischen Regierung und im Aufsichtsrat des Guggenheim-Museums Bilbao ein Plan, den berühmten “Guggenheim-Effekt” zu nutzen und ein zweites Museum zu bauen. Zwischenzeitlich wurde der Plan eingefroren, nun steht er wieder auf der Tagesordnung. Es war zu befürchten, dass die Entscheidungsträger erneut diese Karte ziehen, um den baskischen Massentourismus nach der Pandemie wieder anzufeuern. Ausgerechnet ein Naturschutz-Gebiet soll mit der Attraktion belastet werden.

  • Kreuzfahrer-Invasion

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    Bilbao, Venedig, Donostia …

    Zwar wird auch im Tourismus mittlerweile häufig von Nachhaltigkeit gesprochen, bei näherem Hinsehen ist jedoch das Meiste Schall und Rauch. Wie alle Wirtschafts-Sektoren, die nach kapitalistischen Prinzipien funktionieren, setzt auch Tourismus nicht wirklich auf das Kennenlernen anderer Orte und Kulturen, sondern lebt vom Ausverkauf des jeweils Vorhandenen. Je zahlungskräftiger die Besucherinnen, desto „herzlich willkommen“. Einheimische und ihre Lebens-Interessen kommen in diesem Spiel wenig vor.

  • Mallorca está harto

    (*) Mallorca protestas (eldiario)
    Contra la saturación turística

    Decenas de miles de personas -unas 70.000, según los organizadores- han desbordado el centro de Palma en una de las mayores movilizaciones sociales en Balears para exigir un cambio profundo del modelo económico, territorial y turístico del archipiélago. La manifestación, convocada por la plataforma 'Menys Turisme, Més Vida' y respaldada por 134 entidades sociales, ha reunido a colectivos ecologistas, organizaciones por el derecho a la vivienda, sindicatos, familias, jóvenes, trabajadores y jubilados.

  • Mallorca: Schnauze voll

    (*) Mallorca (eldiario)
    Gegen Massen-Tourismus

    Zehntausende – laut Organisation 70.000 – haben das Zentrum von Palma bei einer der größten sozialen Mobilisierungen auf den Balearen überflutet, um eine tiefgreifende Veränderung des Wirtschafts-, Raumordnungs- und Tourismus-Modells für das Archipel zu fordern. Die Demonstration, von der Plattform „Weniger Tourismus, mehr Leben“ organisiert und von 134 Organisationen unterstützt, mobilisierte Umweltgruppen, Mieter-Initiativen, Gewerkschaften, Familien, Jugendliche, Arbeiter*innen und Rentner*innen.

  • Masificación turística

    turpob1Pobreza vacacional

    La masificación turística ahoga a los españoles a la pobreza vacacional en el año en que el Estado sueña con el récord de los 100 millones turistas. La tasa de exclusión vacacional es una de las más altas de Europa. Durante 2024, 3 de cada 10 españoles (33,4%) no pudo permitirse salir de vacaciones ni si quiera una semana, según la última Encuesta de Condiciones de Vida del INE. La cifra se ha reducido mínimamente a la correspondiente a 2022 (33,5%) pero todavía implica a millones de familias.

  • Massentourismus Baskenland

    EHT01
    Tourismus tötet Alltagsleben

    Mit einer Frage wandte sich in Bilbao eine Stadtteil-Initiative an Tourismus-Kritische: “Tourist, are you welcome?”. Die Frage war polemisch gewählt, denn ein Blick auf das Einladungsplakat zur Tagung legte bereits ein „Nein“ als Antwort nahe. Dieses „Nein“ in Bilbao mit guten Argumenten und Kooperationen zu unterfüttern, sollte die Funktion der Tagung sein. Nie zuvor wurde so viel Kritik am herrschenden Tourismus-Modell geübt wie im Jahr 2017 – nie zuvor war der Strom von Reisenden so stark.

  • Massentourismus in Florenz

    florenz1Liquidiert Kunsthandwerk

    Massentourismus macht die Handwerkskunst in Florenz kaputt. Der Florentiner Goldschmied Tommaso Pestelli musste seine Werkstatt aufgeben, um einem Luxushotel Platz zu machen. Dabei ist er nur eines der unzählbaren Opfer des Massentourismus in der Toskana-Stadt Florenz, die nach Ansicht vieler Aktivist*innen und Beobachter*innen ihren ursprünglichen Charakter zu verlieren droht, wenn dies nicht ohnehin schon längst geschehen ist. Reisezielen wie Venedig oder Sarajewo droht der touristische Kollaps.

  • Massentourismus Mallorca

    mallo1Es reicht!

    Nach der Massen-Mobilisierung auf den Kanarischen Inseln haben nun 25.000 Menschen auf Mallorca gegen Massentourismus und Wohnungsnot demonstriert. Zur Großkundgebung am 25.5.2024 fanden sich Menschen aus der gesamten Insel in der Hauptstadt Palma ein. Ferien-Vermietung, aber auch der Zweithaus-Tourismus führen dazu, dass die Immobilienpreise in dramatische Höhen steigen, Mietpreise sind für Normalbeschäftigte nicht mehr bezahlbar. Normaler Lebens-Alltag der Einheimischen wird unmöglich gemacht.

  • Newsletter 7 (20-07-2018)

    NL 7 p
    Neues „Reisebuch Bilbao Bizkaia“ im NL-7

    Exakt acht Monate nach dem letzten Newsletter von BASKULTUR.INFO kommt hier der neue mit der Nr. 7. Nicht ohne Grund mitten in die Sommer- und Urlaubszeit hinein: das Team des Kulturvereins BASKALE freut sich nicht wenig, ein neues Reisebuch vorstellen zu können, an dem seit 3 Jahren gearbeitet wurde. „REISEBUCH BILBAO – BIZKAIA“ ist der Titel dieses Beitrags von BASKALE zur immer länger werdenden Liste von touristischen Publikationen zum Baskenland. Das Reisebuch trägt die Handschrift von BASKALE.

  • Noch so ein Massen-Sommer

    nochso1aTourismus in Europa

    Von Barcelona bis Dubrovnik bedroht das Phänomen des “Übertourismus“ unseren Urlaub. Oder: Wir selbst bedrohen unseren Urlaub. Denn wenn wir Massen-Tourismus (zurecht) als störend empfinden, stehen wir uns selbst im Wege, bedrohen wir uns selbst. Denn wir sind ein Teil des Massen- oder Über-Tourismus. Abgesehen von denen, die wir besuchen und die niemand fragt. Die Debatte über die Fähigkeit einiger Städte, den Anstieg der Besuchszahlen zu bewältigen, hat sich im Zuge der Pandemie verschärft.

  • Oradour Gernika Gurs

    bdp01Bericht Bildungsfahrt Baskenland

    Bilbo. Ein Sonntag Abend Ende August. Nach knapp zweitägiger Fahrt schlendern wir müde von der Fahrt über die alternative Fiesta. Wir bewundern die phantasievoll gestalteten Stände. Da gibt es einen Stand mit einer überdimensionierten Asterix-Figur. Das gallische Dorf im Baskenland?!? Dieser und vielen anderen Fragen wollen wir gemeinsam mit unseren baskischen Freundinnen in den näxten Tagen nachgehen. (Bericht einer Reisegruppe aus Hessen im Sommer 2015: Oradour, Bilbo, Gernika, Elgeta, Lekeitio)

  • Partizan Travel 2019

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    Reiseangebote ins Baskenland

    Das Baskenland ist in den vergangenen 20 Jahren zu einem beliebten Reiseland geworden. Dazu beigetragen haben die vielfältige Berg- und Küstenlandschaft und die Tatsache, dass die bewaffnete Organisation ETA ihren Kampf beendet hat. Ein wenig auch das Guggenheim-Museum. Um dem Massentourismus zu entgehen, setzt Partizan Travel auf kleine Reisegruppen, spezielle Reisethemen, die Vermeidung der Großstädte und den Kontakt zur Bevölkerung. Begleitet werden die Gruppen von Kenner/innen des Landes.

  • Partizan Travel 2020

    pt20201
    Reiseangebote ins Baskenland

    Seit Jahren arbeitet der Kulturverein Baskale in Bilbao eng mit dem alternativen Reiseanbieter PARTIZN TRAVEL zusammen. Hintergrund dieser Kooperation ist, dass PARTIZAN einer der wenigen Reiseveranstalter ist, die Massentourismus gezielt vermeiden und bei den Besuchen alle Anstrengungen unternimmt, mit Bevölkerung und Umwelt respektvoll umzugehen. Für das Baskenland sind 2020 vier thematisch verschiedene Reisen vorgesehen, die Termine werden teilweise mit den Reise-Teilnehmer*innen koordiniert.

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