Die Kategorie beinhaltet folgende sieben Bereiche: 1. allgemeine Geschichte Baskenland-Navarra; 2. Krieg, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Politische Normalisierung seit 2011; 5. Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland; 7. Geschichten aller Art.
Vergessene Kämpferinnen
Clara Morán Miguel, Milizionärin aus Gallarta, die im Alter von 19 Jahren im Kampf bei Kanpazar fiel - Cecilia García de Guilarte, Kriegsreporterin aus Tolosa - Manuela Gavilán, aus Bilbao stammend und Verbindungsfrau der Angriffs-Truppen – das sind nur einige der Namen, an die in diesem „republikanischen April“ erinnert wird: 90 Jahre nach dem Militärputsch von Juli 1936, 89 Jahre nach der Zerstörung von Gernika durch die Legion Condor der Nazis und 95 Jahre nach Ausrufung der Spanischen Republik.
Eine baskische Biografie
Er war Uni-Dozent und galt als Aktivist für tausend Anliegen – am 30. März 2026 ist Ramón Zallo Elgezabal, Professor an der baskischen Universität EHU im Alter von 77 Jahren verstorben, nach einem vielseitigen und produktiven Werdegang sowohl in der akademischen Welt als auch im Bereich des politischen und sozialen Engagements. Dies gab die Ökologie-Plattform Guggenheim Urdaibai Stop bekannt, mit der der in Gernika geborene Zallo in den letzten Jahren intensiv zusammengearbeitet hatte.
Baskischer Gemeinde-Verband
Die baskische Linke übernimmt den Vorsitz im Regional-Verband Iparralde dank der Unterstützung der baskischen Rechten (PNV) – so lautet die Schlagzeile zum letzten wichtigen Wahlereignis aus dem französischen Baskenland, Iparralde. Seit 2017 gibt es dort einen Verband baskischer Gemeinden, die erste ausschließlich baskische Verwaltungs-Struktur der Geschichte. Bisher regierte ein französischer Zentrums-Politiker den Verband, bei den Wahlen im April 2026 konnte sich der linke Gegenkandidat durchsetzen.
Antifaschistische Erinnerung
So lange die Geschichte des Spanienkrieges und der 40-jährigen Diktatur nicht vollständig aufgearbeitet ist, wird weiter die Notwendigkeit bestehen, mit allen Kräften zu bestehen auf der Historischen Erinnerung oder Memoria Historica – so wird die antifaschistische Erinnerung im Baskenland und im spanischen Staat genannt. In Euskal Herria wird viel getan in dieser Hinsicht, in den meisten Gegenden Spaniens fast nichts. Weil es daran kein Interesse gibt. Weil die alten Franco-Kader um ihren Ruf fürchten.
Verfahren ohne Ende
Die baskische Untergrund-Organisation ETA (Baskenland und Freiheit) ist Geschichte. Ihre Auflösung liegt acht Jahre zurück, ihre Selbst-Entwaffnung neun Jahre, ihre letzte bewaffnete Aktion siebzehn Jahre. Dennoch bleibt ETA Thema Nummer eins für die spanische Rechte und ihre Medien-Gefolgschaft. Jede minimale Verbesserung der Haftbedingungen der verbleibenden ETA-Gefangenen wird mit allergrößtem Argwohn verfolgt und regelmäßig öffentlich beklagt. Jetzt steht ein historischer Aktivist vor Gericht.
Lager für Republikaner und Nazis
Konzentrationslager wurden nicht von den Nazis erfunden. Dort, wo die Franquisten siegreich waren, richteten sie ab 1936 Lager dieser Art ein. Im Baskenland: Deustu und Urduña. Das Lager von Miranda, das zu Kriegsbeginn eingerichtet wurde, war am längsten in Betrieb. Seine Geschichte ist einzigartig. Anfangs Internierungslager für republikanische Gefangene, am Ende. Gefängnis für französische Nazis und Faschisten, die vor den Alliierten flohen. Von 1937 bis 1947 wurden hier mehr als 70.000 interniert.
Verhört von CIA und Franquisten
Die Bedrohung des Faschismus während des Spanienkriegs (Spanischer Bürgerkrieg) führte dazu, dass die baskische Regierung in Einverständnis mit den Eltern im Jahr 1937 Tausende von Minderjährigen ins Exil schickte, nach Belgien, England, Skandinavien, auch in die Sowjetunion, um sie vor der Verfolgung durch die Faschisten zu retten. Diese Kinder wurden später als „Kriegskinder“ bezeichnet, oder „Die Kinder von Gernika“. Als sie aus der UdSSR zurückkehrten, erlebten die „Kriegskinder“ die Hölle.
Campo de rojos y nazis
Los campos de concentración no fueron inventados por los nazis. Allí donde los franquistas salieron victoriosos, a partir de 1936 establecieron campos de este tipo. En el País Vasco: Deustu y Urduña. El campo de Miranda de Ebro, creado al inicio de la Guerra, fue el que más tiempo permaneció activo. Su historia es única. Empezó siendo un lugar de internamiento de prisioneros republicanos. En sus últimos días sirvió para encerrar a nazis y fascistas franceses que huían de los aliados. Entre 1937 y 1947, pasaron más de 60.000 personas.