International

Linker Nationalismus (Abertzalismus) im Baskenland ist kein Widerspruch zu einem starken Internationalismus. Jahrhundertelange Migration und die Solidarität mit unterdrückten Völkern haben zu einer breiten internationalistischen Bewegung geführt, von Venezuela bis Kurdistan, von Palästina bis Kuba.

bhmth1Entmenschlichung als System

Profitable Gewinnsucht war eine der Triebfedern dafür, dass Europäer seit dem 15. Jahrhundert Personen aus Afrika jagten, gefangen nahmen und wie eine Ware in Besitz nahmen, um sie zu versklaven. Das Sklaverei-System war nicht allein die Basis der Kolonisierung des amerikanischen Kontinents. Es war auch ein Riesen-Geschäft für Frühkapitalisten aus Europa. Sklaverei hat dem Kapitalismus in Westeuropa den Weg bereitetet. Auch baskische Geschäftsleute, Händler und Seefahrer verdienten kräftig mit.

internach8a00Neo-Kolonialismus

Frankreichs Einfluss in Afrika sinkt rapide, da helfen auch keine Militärs und Geheimdienstler. Großbritannien hilft sich mit seiner Commonwealth über die Runden, die USA haben weltweit Hinterhöfe zu fegen. Deutschland hat seit 100 Jahren keine Kolonien mehr, umso größer die Not der Suche nach Märkten. Dafür wurden die Deutsch-Afrikanischen Wirtschafts-Gipfel ins Leben gerufen. Fünfte Ausgabe, Kenia. Von “Zusammenarbeit“ ist die Rede, doch das ist ein Euphemismus, eher “neokoloniale Geschäfte“.

inter9a00Kriegstüchtig

Die politischen Verhältnisse gehen weltweit in großen Schritten Richtung Autoritarismus und Faschismus: Erdogan, Netanjahu, Milei, Trump ... Attentate und Bombenanschläge auf Nachbarländer, Waffenstillstand mit Vernichtungsansage, Verhandlungs-Angebote und Bombardierungen, Handelskrieg, Zerschlagung von Sozialstaats-Systemen, massives Aufrüsten, Atomkrieg-Drohungen, Militär-Haushalte. Militärische und gesellschaftliche Kriegstüchtigkeit wird beschlossen, eingefordert, vorexerziert und eingeübt.

beneath11Eine permanente Knechtschaft

Der afro-amerikanische politische Gefangene Mumia Abu-Jamal hat zusammen mit der Aktivistin Jennifer Black ein Buch über das Gefängnis-System in den Vereinigten Staaten herausgegeben. Das Werk dokumentiert historische Texte vom Kampf gegen die Sklaverei, von Kampf gegen die Gefängnis-Industrie in den USA: “Beneath the Mountain: An Anti-Prison Reader“ (Unter dem Berg: Ein Anti-Gefängnis-Lesebuch). Das Buch erschien 2024 beim Verlag City Lights in San Francisco (496 Seiten für 24,95 US-Dollar).

wsstand1Geiselbefreiung und Waffenstillstand

Die von den Mainstream-Medien gezeigten Bilder von Jubel-Gesten, sowohl in Gaza wie in Israel, sind absurd angesichts von 50.000 Toten. Vor allem, weil der ungleiche Krieg noch lange nicht zu Ende ist. MZ: “Die ersten Geiseln, drei Frauen, sind Ende Januar 2025 von der Hamas-Gefangenschaft befreit worden. Der Deal, der diesem Akt vorausging, war mitnichten selbstverständlich. Man darf behaupten, dass er nicht zustande gekommen wäre, wenn es nach Israels Premierminister Benjamin Netanjahu ginge.“

sahel1Pariser Machenschaften

Sahel-Staaten: Nach seinem Rauswurf bringt die alte Kolonialmacht Frankreich Dschihadisten und andere Aufständische gegen unabhängige Regierungen in der Sahel-Region in Stellung. Die operieren unter anderem von Nachbarstaaten aus, von Benin zum Beispiel. Geheimdienste sollen nun richten, was neokoloniale Ausbeutungs-Strategien verbockt haben. Wegen Rohstoffen wie Gold oder Uran ist der Sahel-Gürtel bei reichen Ländern sehr begehrt. Die EU führt sich auf wie ein Elefant im Kolonialwaren-Laden.

slave1Knast in den USA

Das Gefängnis-System der USA steht für die Kontinuität der Sklaverei und die Unterdrückung armer, schwarzer und indigener Menschen sowie von Frauen. Im Sommer 2024 erschien in den USA das Buch “Beneath the Mountain. An Anti-Prison Reader“ im Verlag City Lights Books aus San Francisco. Er soll ein Leitfaden sein für alle, die verstehen wollen, warum die Bewegung der “Prison Abolitionists“, die das Gefängnis generell abschaffen wollen, in den USA so stark ist. Von Mumia Abu-Jamal und Jennifer Black.

asemit1… oder Philo-Semitismus

In Deutschland werden jüdische Stimmen, die die Politik Israels kritisieren, immer wieder des Antisemitismus bezichtigt und diffamiert. Die Definitions-Hoheit liegt bei den Kritisierten selbst. Als antisemitisch gelten diese Ausgrenzungen nicht. Doch hat diese Verzerrung eine gefährliche Seite, denn sie bildet den Bodensatz für einen neuen deutschen Patriotismus. Antisemitismus und Philosemitismus zu definieren und zu trennen ist angesichts der deutschen Geschichte und Aktualität unmöglich geworden.

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