International

Linker Nationalismus (Abertzalismus) im Baskenland ist kein Widerspruch zu einem starken Internationalismus. Jahrhundertelange Migration und die Solidarität mit unterdrückten Völkern haben zu einer breiten internationalistischen Bewegung geführt, von Venezuela bis Kurdistan, von Palästina bis Kuba.

ikone1Das Töten von Ikonen

Der Mord an Mohammed Mansour und seiner Frau in Süd Gaza (Khan Younis) und von Hossam Shabat in Nord-Gaza (Beit Lahia) setzt das bekannte Vorgehen der israelischen Armee gegen Medienleute fort. Insbesondere in Gaza, zu einem gewissen Grad auch im West-Jordanland und selbst im Libanon. In anderthalb Jahren wurden laut International Committee to Protect Journalists (CPJ) 170 Journalist*innen durch israelische Militärs getötet, viele gezielt. Andere Quellen gehen von weit mehr als 200 Getöteten aus.

leofrei1Freiheit nach 50 Jahren

Nach der Strafumwandlung in Hausarrest durch einen Gnadenerlass des scheidenden US-Präsidenten Joe Biden im Januar 2025 wurde der seit 49 Jahren unschuldig inhaftierte Indigena-Führer Leonard Peltier aus dem Gefängnis in Florida entlassen und kehrte in seine alte Heimat Turtel Mountain Reservation im Bundesstaat Nord-Dakota zurück. Nicht nur Leonard und seine Familie und Freunde, auch seine Unterstützerinnen weltweit können aufatmen. Peltier ist längst zum Symbol des indianischen Kampfes geworden.

rausch1Wenn Zahlen Klartext sprechen

In der EU überschlagen sich die Forderungen nach massiven Erhöhungen der Rüstungsausgaben in bislang nicht gekanntem Maß. Die Rede ist von 700 Milliarden Euro, Steuergelder. Mit Ausnahme von BSW und der LINKEN fordern alle im Bundestag vertretenen Parteien, das seinerzeit schon umstrittene Zwei-Prozent-Ziel des Brutto-Inlands-Produktes (BIP) für Militärausgaben werde noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Nach den Februar-Wahlen 2025 bahnt sich eine Koalition der Militarisierungs-Protagonisten an.

bhmth1Entmenschlichung als System

Profitable Gewinnsucht war eine der Triebfedern dafür, dass Europäer seit dem 15. Jahrhundert Personen aus Afrika jagten, gefangen nahmen und wie eine Ware in Besitz nahmen, um sie zu versklaven. Das Sklaverei-System war nicht allein die Basis der Kolonisierung des amerikanischen Kontinents. Es war auch ein Riesen-Geschäft für Frühkapitalisten aus Europa. Sklaverei hat dem Kapitalismus in Westeuropa den Weg bereitetet. Auch baskische Geschäftsleute, Händler und Seefahrer verdienten kräftig mit.

kahane1aDer Alptraum Groß-Israel

Meir Kahane (Martin David Kahane, 1932 Brooklyn / 1990 Manhattan) war ein orthodoxer Rabbiner, ein israelischer Politiker und Gründer der Jewish Defense League sowie der Kach-Bewegung. Die vertrat eine eigene Richtung des radikalen religiösen Zionismus, als Kahanismus bezeichnet. Erklärte Ziele waren die Beseitigung der liberalen Demokratie in Israel zugunsten einer jüdischen Theokratie, die Vertreibung der Nichtjuden aus Israel und den besetzten Gebieten sowie die Errichtung eines Groß-Israel.

inter9a00Kriegstüchtig

Die politischen Verhältnisse gehen weltweit in großen Schritten Richtung Autoritarismus und Faschismus: Erdogan, Netanjahu, Milei, Trump ... Attentate und Bombenanschläge auf Nachbarländer, Waffenstillstand mit Vernichtungsansage, Verhandlungs-Angebote und Bombardierungen, Handelskrieg, Zerschlagung von Sozialstaats-Systemen, massives Aufrüsten, Atomkrieg-Drohungen, Militär-Haushalte. Militärische und gesellschaftliche Kriegstüchtigkeit wird beschlossen, eingefordert, vorexerziert und eingeübt.

alba11Klartext Francesca Albanese

In ihrer Rolle als offizielle Beauftragte der Vereinten Nationen wird die italienische Rechtsanwältin Francesca Albanese vielerorts zum Bericht eingeladen. Was sie in der Bundesrepublik erlebt hat, war für sie eine neue Erfahrung: Raumverbote, Polizeipräsenz bei der Veranstaltung, Verhaftungsdrohung, sollte sie Klartext reden über die Völkermord-Realität in Palästina. Meinungsfreiheit in Deutschland ist zur Makulatur geworden. Nicht einmal Gewerkschaften protestieren dagegen. Gleichschaltung.

wsstand1Geiselbefreiung und Waffenstillstand

Die von den Mainstream-Medien gezeigten Bilder von Jubel-Gesten, sowohl in Gaza wie in Israel, sind absurd angesichts von 50.000 Toten. Vor allem, weil der ungleiche Krieg noch lange nicht zu Ende ist. MZ: “Die ersten Geiseln, drei Frauen, sind Ende Januar 2025 von der Hamas-Gefangenschaft befreit worden. Der Deal, der diesem Akt vorausging, war mitnichten selbstverständlich. Man darf behaupten, dass er nicht zustande gekommen wäre, wenn es nach Israels Premierminister Benjamin Netanjahu ginge.“

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