Die Kategorie beinhaltet Nachrichten über das Baskenland und Informationen für Besucher*innen der Webseite. Sie besteht aus sechs Abteilungen: Nachrichten, Kalender-Jahrestage, Newsletter-Anthologie, Ausflugs-Angebote, Kolumne, Audio-Video.
Neue Rubrik Baskultur-Info 2025
Im November 2013 startete der Kulturverein Baskale seine Webseite baskultur.info mit einer ersten Publikation. Seither folgten 1.370 weitere Artikel, Übersetzungen, Kommentaren. Nach ihrer Premiere wurde baskultur.info mehrfach erweitert mit Kategorien, Rubriken und täglich aktualisierten Kolumnen. Nun wird weiter ausgebaut: Militarisierung heißt die neue Kategorie, aus aktuellem Anlass. Bestandsaufnahme mit Baskultur-Gründer Klaus Armbruster über veränderte Schwerpunkte und Neuerungen im Portal.
Kalt wie Grönland
Der Februar ist nicht so kalt wie er sein müsste, aber der August war schließlich auch heißer als er sein müsste. Keine Logik, heiß und kalt. Ein kalter Ofen sorgt in Laudio (Araba) für heiße Gemüter, weil ein US-Multi die Glas-Herstellung einfrieren will, 171 Arbeitsplätze schmoren dabei weg. Auch die Streiks in den Schulen gehen in die heiße Phase, zu viel Stress und Schülerinnen, zu wenig Personal. Bei so viel Kälte sorgt nur noch die Kathedrale San Mames für akzeptable menschliche Wärme.
Vaterlands-Tage
Vor 39 Jahren lehnte die Bevölkerung im Baskenland den Fortbestand des spanischen Staates in der NATO ab, selbiges geschah auch in Katalonien, in Nafarroa und auf den Kanarischen Inseln. Der Staat blieb dennoch im nord-atlantischen Kriegsverband, weil die übrigen Regionen anders stimmten. Nicht nur wegen dieses Erfolgs beim Referendum bleibt die antimilitaristische Bewegung stark. Beklagt wurde zuletzt vor allem die baskische Doppelmoral zwischen Bomben-Opfer der Nazis und aktueller Militärindustrie.
Ein Pokal zum Glück
Dass Fußball Opium fürs Volk ist, wurde 2024 in Bilbo erneut unter Beweis gestellt. Einen Fußball-Titel zu gewinnen, schweißt Reiche und Arme zu einem roten Meer zusammen, vergessen sind die Unterdrückung am Arbeitsplatz, das fehlende Geld am Monatsende, der Klassenkampf – die Fahnen von Athletic und Euskal Herria verleihen Identität, die anderswo fehlt. Und sonst? Viel Kampf um Wohnungen und würdige Renten, gegen Klimawandel, Völkermord, Guggenheim, Rassismus, Faschismus und Massen-Tourismus.
Meisterwerk ohne Musik
Vor 150 Jahren wurde Maurice Ravel geboren, der Schöpfer des “Bolero“, am 7. März 1875 in der Küstenstadt Ciboure, baskisch Ziburu, im Departement Pyrénées-Atlantiques, das zum französischen Baskenland gehört. Vater Joseph Ravel (1832-1908) war ein bekannter Bauingenieur schweizerischer Abstammung. Seine Mutter Marie Delouart (1840-1917) war süd-baskischer Herkunft, aus einer Familie Deluarte oder Eluarte. Zu seinem Bruder Édouard (1878-1960) pflegte Maurice Ravel zeitlebens eine enge Beziehung.
Gestern am Abgrund
Urte berri on – sagen Baskinnen, wenn sie treuherzig das alte Jahr verabschieden und für das neue von Herzen eine spürbare Besserung wünschen: “Jahr neu gut“. Nichts ist weiter von der Realität entfernt. 2025 beginnt mit einer kräftigen Preiserhöhung, Energie, Lebensmittel, Mieten – nicht jedoch bei den Einkünften. Die Armut-Reichtum-Schere der kapitalistischen Gesellschaften klafft weiter auseinander. Die Hoffnung lebt woanders: Rebellion, weil die Luft zum Atmen knapp wird (Frantz Fanon).
Arbeit macht krank
Unternehmer, Politik und rechte Medien haben das Thema Krankenstand im Baskenland schon länger als Speerspitze gegen die starken baskischen Gewerk-schaften ausgemacht. Absentismus wird der Sachverhalt genannt, den Begriff “blau machen“ kennen weder die spanische noch die baskische Sprache. Die Hafen-, Kreuzfahrt- und Industriellen-Stadt Getxo schlägt in den Abwesenheits-Statistiken alle Rekorde, vermeidet aber konsequent die Ursachensuche, 16 Prozent Arbeitsausfall ist eine beachtliche Leistung.
Anthologie (5) - International 1 - 30
Die Rubrik INTERNATIONAL bei BASKULTUR.INFO wurde erst im Sommer 2022 in der damals neu geschaffenen Kategorie POLITIK eingerichtet. Die Aufnahme von 7 weiterer Rubriken bedeutete eine Abkehr von der Beschränkung auf baskische Themen – das Portal sollte, motiviert durch die Pandemie, einen stärker politischen Charakter bekommen. Mittlerweile stehen bei BASKULTUR mehr als 1.300 Publikationen zu Buche, keine Rubrik ist so stark gewachsen wie INTERNATIONAL, in 30 Monaten auf 85 Artikel.