Die Kategorie beinhaltet Nachrichten über das Baskenland und Informationen für Besucher*innen der Webseite. Sie besteht aus sechs Abteilungen: Nachrichten, Kalender-Jahrestage, Newsletter-Anthologie, Ausflugs-Angebote, Kolumne, Audio-Video.
Menschenrechte
Dezember ist der Monat der Buch- und Musikmesse in Durango. Er beginnt mit dem Tag der baskischen Sprache – welches Land muss einen Tag der eigenen Sprache feiern, wenn sie nicht unterdrückt und marginalisiert wird. Internationale Frauentage gäbe es nicht, wenn Frauen nicht unterdrückt wären. Dem Euskara-Tag folgt der weihnachtliche Konsumterror, voran geht der Tag, an dem die Bauern ihre Produkte in die Stadt bringen – heiliger Thomas – um die Pacht zu zahlen und zur Messe zu gehen. Auf Baskisch.
Zwei Jahre “Drecksarbeit“
Am 7. Oktober 2023 vor zwei Jahren, genau 50 Jahre nach Jom Kippur (dem Krieg zwischen Ägypten und Syrien gegen Israel um die Rückeroberung des Sinai und der Golanhöhen), startete der militärische Arm der Hamas-Bewegung eine Offensive. Hamas hatte die letzten Wahlen in Gaza mit absoluter Mehrheit gewonnen. Israel hatte die Hamas anfangs unterstützt und gefördert, weil sie mit der PLO von Yasser Arafat rivalisierte, die gerade die erste Intifada unterstützt hatte, den Krieg mit Steinen gegen Gewehre.
Bleibt der ewige Schatten
Der spanische Putschist und Diktator Francisco Franco starb vor 50 Jahren. Was auch nach einem halben Jahrhundert bleibt, ist ein fortdauernder Schatten seiner Staats-Struktur. Denn der Tod von Franco und die Entwicklung danach bedeutete nicht de facto die Befreiung vom Schatten der gesellschaftlichen Struktur, die der faschistische Führer über 4 Jahrzehnte aufgebaut hatte. Der Historiker Iñaki Egaña gibt einen Überblick über die Ereignisse während des Regimes und über das Todesjahr des Diktators.
Palästina ist überall
Wenn die spanische Rechte den 12. Oktober als “Begegnung der Kulturen“ oder als vor ultra-Nationalismus triefenden “Tag der Hispanität“ feiert, schalten viele Ohren im Baskenland auf Durchzug. Oder sie erinnern ausdrücklich an den Völkermord an den indigenen Ureinwohner*innen des amerikanischen Kontinents, der nach 1492 auf die “Entdeckung“ durch Kolumbus folgte. Eigentlich ein bezahlter Feiertag, den jedoch viele (auch Gewerkschafter) nicht wollen und deshalb ganz bewusst arbeiten gehen.
Zehn Jahre Besetzung
Highlight des Monats ist zweifellos das Freundschafts-Länderspiel der baskischen Fußball-Auswahl (Euskal Selekzioa) und des Palästina-Nationalteams im Stadion San Mames von Bilbao. Dabei geht es nicht um ein Ergebnis, sondern um den Ausdruck beispielloser baskischer Solidarität. Drei Wochen vor Anstoß ist das Stadion ausverkauft, der Erlös geht an das UNO-Hilfswerk Palästina. Im Schatten des Sport-Ereignisses steht das 10-jährige Jubiläum der Besetzung eines Schulgebäudes in Bilbao: Karmela.
Erinnerungen an 1937
Eine fünf Kilometer lange Wanderung zwischen dem Gipuzkoa-Ort Elgeta und den Intxorta-Bergen gibt einen Einblick in die Bewegungen und Kämpfe, die sich im Westen der baskischen Provinz abspielten, als baskische und republikanische Kräfte versuchten, den Vormarsch der aufständischen Faschisten aufzuhalten. Die Intxorta-Berge mit der Urkiola-Hochebene und dem Amboto-Berg im Hintergrund waren ein gut bewachtes natürliches Hindernis, zu dessen Überwindung die Franco-Truppen 9 Monate brauchten.
Baskischer Widerstand
Am 26. Oktober 2025 jährt sich zum 25. Mal die letzte Aktion von Iparretarrak (IK, baskisch: die aus dem Norden). Danach verschwand die im französischen Baskenland aktive bewaffnete Organisation, es herrschte Stille. Nie gab es eine formelle Erklärung zum Ende ihrer Tätigkeit oder ihrer Auflösung. Allerdings trafen sich 2015 einige ehemalige Aktivisten und übergaben der Internationalen Kontakt-Gruppe GIC (eine Konflikt-Vermittlungs-Gruppe) ein Dossier über ihren politisch-militärischen Werdegang.
Interview Kommunisten-Kneipe
Die Arbeiterbewegung im Baskenland beleuchtet ein Podcast, der innerhalb der Interview- und Podcast-Serie “Kommunisten-Kneipe” auf zwei verschiedenen Kanälen im Internet zu hören ist. In der Folge vom 22. Juli 2025 sprechen die Redakteur*innen Ann-Sofie und Harro mit Tomax, einem langjährigen Aktivisten aus dem Baskenland, über die Geschichte und Gegenwart der baskischen Arbeiterbewegung. Ein Gespräch über Klassenpolitik, nationale Befreiung, Erinnerungskultur und aktuelle Herausforderungen.