Aktuell

Die Kategorie beinhaltet Nachrichten über das Baskenland und Informationen für Besucher*innen der Webseite. Sie besteht aus sechs Abteilungen: Nachrichten, Kalender-Jahrestage, Newsletter-Anthologie, Ausflugs-Angebote, Kolumne, Audio-Video.

exil1188 Jahre danach

Viele machen Reisen, andere legen sich im Urlaub an einen anonymen Massenstrand. In Nafarroa gibt es ein Projekt der besonderen Art, mit historischer Erfahrung: Dreißig junge Menschen folgen dem Weg des republikanischen Exils, der Flucht vor den siegreichen Faschisten. “Die Route ins Exil“ ist ein Sensibilisierungs-Projekt aus Nafarroa. Im Laufe von 15 Tagen besucht die Gruppe die wichtigsten Orte Navarras und überquert anschließend die Muga (Grenze) nach Urepel und zum Konzentrationslager Gurs.

kolu55x00Düstere Aussichten in Rot

Endlich Mai. Der erste Tag des Monats findet die baskischen Geister in unterschiedlicher Erwartungshaltung vor. Die einen gehen an den Strand, weil arbeitsfrei ist. Die andern fühlen sich zu den Demonstrationen getrieben, die von ihren Gewerkschaften organisiert werden. Der Kampftag der Arbeiterklasse ist ausgerufen, doch Klassenbewusstsein scheint ein Begriff von vorgestern. PS: Der imminente Angriff Israels gegen das palästinensische Rafah liegt der Mehrheit der Erdbevölkerung hart im Magen.

bk reiseblog 2Alternative Reisekultur

Die Corona-Pandemie hat den Tourismus weltweit zum Erliegen gebracht. Den Massentourismus ebenso wie die Reise-Alternativen. Doch bereits im Sommer 2021 war deutlich zu spüren, dass Tourismus wie eh und je große Menschenmassen ins Baskenland führt. Anlass für den Kulturverein Baskale, seine alternativen Reise-Angebote erneut in die Waagschale zu werfen. Seit 8 Jahren praktiziert Baskale einen sozial-verträglichen Tourismus in Form von Rundgängen und Exkursionen. Nun erscheint eine neue Webseite.

irabazi1Mit der Rechten gleichgezogen

EH Bildu steht nach den Regionalwahlen in der Autonomen Gemeinschaft Baskenland erstmals auf Augenhöhe mit der regierenden konservativen Baskenpartei PNV. “Ein spektakuläres Wachstum«, stellte der Kandidat der baskischen Linkskoalition vor jubelnden Anhängern am späten Sonntag in Bilbao fest. Der Grund: Das baskische Linksbündnis EH Bildu kam bei den Parlamentswahlen auf 350.000 Stimmen. Das Parteienbündnis komme im Parlament auf 27 Sitze (bisher 21), hob Spitzenkandidat Pello Otxandiano hervor.

kolu57x00Fiesta Stiere Tod

Europa hat gewählt, nun ist Frankreich an der Reihe, die Ultrarechte darf sich auf einen neuen Wahlerfolg freuen. Faschisten kommen nicht mehr per Militärputsch an die Macht, sondern über Wahlen. Nachdem das Wahlvolk vorher ordentlich belogen und getäuscht wurde. Nur im Baskenland funktioniert dieses Konzept noch nicht. Hier wird aus rechts und links, aus Krieg und Frieden mit einem Mal Fiesta, Fiesta, Fiesta. In Pamplona werden Stiere durch Straßen getrieben, zum Spaß der internationalen Macho-Welt.

kolu54x00Zeit der Erinnerungen

Durango, Elgeta, Eibar, Zornotza, Gernika – die Reihe der baskischen Orte, die im April 1937 von den faschistischen Putschisten erobert wurden, ist lang. Die Überwindung des antifaschistischen Bollwerks an den Intxorta-Bergen ließ den Franquisten freie Bahn auf dem Vormarsch Richtung Bilbao, wo in einer Stiefelfabrik von Legion-Condor-Bomben 100 Schutzsuchende getötet wurden. Am 1. April 1939 war der Krieg definitiv beendet. Sonst: Eibar ruft die Republik aus, die Ertzaintza tötet einen Fußballfan.

kolu56x00Der Vorkriegs-Sommer

Der Sommer kann beginnen. Vorher erwarten wir die Europa-Wahlen. Oder: Europa erwartet, dass wir wählen gehen. Deutsche Unternehmer meinen: auf keinen Fall Ausländer-Feinde, denn Migranten sind wichtig für die Produktion (und die Profite). Doch 100 Millionen Wähler*innen aus 27 Ländern sind da anderer Ansicht: Grenzen zu, gegen Islam, gegen Feminismus, gegen Klima-Katastrophismus. Im Baskenland sind auf der Straße immer mehr Stimmen gegen den Krieg zu hören. Vor allem gegen den Völkermord in Gaza.

kolu53x00Für die Sprache laufen

Alle Jahre wieder – alle zwei Jahre, wenn keine Pandemie dazwischen kommt – rennen Zehntausende von Baskinnen und Basken. Nicht um ihr Leben (oder vielleicht auch), sondern für ihre Sprache. Die ist zwar hoch-offiziell, aber dennoch im südlichen Staat wenig beliebt, wird nach wie vor diffamiert und bekämpft, sei es mit Beleidigungen oder richterlichen Entscheidungen, die verhindern, dass das Baskische den Vorsprung des Spanischen einholt, auf dem Weg zur gleichberechtigten Sprache. 10 Tage Korrika.

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