132 items tagged "Franquismus"

  • Baskische Hilfsmarine 1936

    matxitx1Die Schlacht von Matxitxako

    Juan Azkarate (Bermeo, 1922) ist der letzte Soldat (gudari) der baskischen Hilfsmarine. Er beendet sein Jubiläumsjahr als einziges noch lebendes Mitglied einer einzigartigen und wenig bekannten Militäreinheit des Spanienkriegs. Die baskische Hilfsmarine war eine improvisierte Militärtruppe, für die Fischkutter mit Eisenplatten ausgestattet und mit leichten Kanonen bestückt wurden, um Schiffe zwischen Bilbao und dem republikanischen Frankreich zu eskortieren. Juan Azkarate ist der letzte Seemann.

  • Baskische Jahrestage März

    M1titel
    Illegalisierung, Angriffe, Attentate, Polizeimorde

    Jahrestage sind ein willkommener Anlass, Blicke in die nahe oder ferne Vergangenheit zu werfen. Heute vor 500, 140 oder 15 Jahren – was geschah damals? Was hat das mit der Gegenwart zu tun? Die Sammlung baskischer Jahrestage aus dem Monat März mit wichtigen Weltereignissen als Hintergrund erzählt selbstverständlich keine zusammenhängende Geschichte. Vielmehr bietet sie Bruchstücke, die bei genaueren Blicken in die Geschichte eine Verbindung zeigen. Es sind Schlaglichter, die zur Vertiefung anregen.

  • Baskische Konzentrationslager

    KZBL01
    Gefangene während des Krieges 1936-39

    Der Spanienkrieg fand statt von Juli 1936 bis März 1937. Überall dort, wo die Faschisten oder Franquisten nach und nach militärisch die Oberhand gewannen, wurden umgehend Gefängnisse und Konzentrationslager eingerichtet, um die politischen Gegner*innen gefangen zu halten oder um sie direkt zu vernichten. Bis heute sind Historiker*innen und antifaschistische Gruppen mit der Arbeit beschäftigt, die Gräuel dieser Repressions-Orte ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen, um an die Opfer zu erinnern.

  • Baskische Kriegskinder 1937

    KK01
    Notaufnahme in der Sowjetunion

    Um baskische Kinder vor den anrückenden Faschisten in Sicherheit zu bringen, traf die baskische Regierung im Juni 1937 eine dramatische Entscheidung: Tausende von Kindern wurden mit Schiffen evakuiert, nach England, Belgien, Frankreich und in die Sowjetunion. Einige kamen Jahre später zurück, die letzten zwanzig Jahre danach, manche nie. Jon war eines dieser „Kriegskinder“, die häufig auch „Kinder von Gernika“ genannt wurden, nach dem weltbekannten Kriegsverbrechen der nazideutschen Legion Condor.

  • Baskultur- Audio (1)

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    BASKULTUR - AUDIO (1)

    BASKULTUR.INFO bewegt sich in neuen Sphären: Audio und Video sind für andere Medien sicher alte Kamellen. Doch für ein Portal, das seit acht Jahren von Texten, Übersetzungen, Analysen und Artikeln lebt, stellen sie eine neue Dimension und Herausforderung dar.

  • Baskultur-Video (2)

    video02 1
    BASKULTUR-VIDEO (2)

    “Als die Bilder laufen lernten“ war eine Sendung der 1960er Jahre im deutschen Fernsehen. 55 Jahre danach versucht nun auch BASKULTUR.INFO, Bewegung in die Bilder zu bringen. Natürlich unter ganz anderen Bedingungen, denn mittlerweile gibt es Internet und alles ist voll von Film, Animation und Video. An eigene Produktionen ist noch nicht zu denken, deshalb beschränken wir uns auf eine Mischung von “laufenden Bildern“ und kürzeren erklärenden Reportagen.

  • Bildhauer und Anarchisten

    lucarini1Die Familie Lucarini

    Ende des 19. Jahrhunderts liessen sich drei aus Italien stammende Brüder mit dem Familiennamen Lucarini in Bilbao nieder. Sie kamen aus Pietrasanta in der Toskana. Alle drei waren Marmor-Arbeiter, die ihr Handwerk in den Marmor-Brüchen von Carrara gelernt hatten. Zwei von ihnen (und einige ihrer Nachkommen) wurden zu bekannten Bildhauern, deren Werke bis heute in verschiedenen Städten des Baskenlandes zu bewundern sind. Die Nähe zum Anarchismus zeichnete die Familie auch in schweren Kriegszeiten aus.

  • Cecilia, Kriegsreporterin

    cecilia1
    Anarchistin, Journalistin, Schriftstellerin

    Cecilia García de Guilarte (1915-1989) gilt als die einzige Kriegs-Berichterstatterin während des Spanienkriegs an der spanischen Nordfront. Sie wurde 1915 als Tochter einer aus Burgos eingewanderten Arbeiterfamilie geboren. Bekannt wurde Cecilia mit Romanen und Kurzgeschichten, für die sie mehrere Auszeichnungen bekam. Weniger bekannt ist ihre Arbeit als Reporterin im Spanienkrieg. In dieser Funktion machte sie Anfang 1937 in Bilbao ein Interview mit einem Mitglied der nazideutschen Legion Condor.

  • Das bittere Erbe Francos

    exhu01Überstürzte Exhumierungen

    Überstürzter Start der Exhumierungen im größten Massengrab Spaniens, dem in Madrid gelegenen ehemaligen “Valle de los Caídos“ (Tal der Gefallenen). Wozu die einen „endlich“ sagen, dagegen laufen andere Amok: Linke und Republikaner gegen alte und neue Franquisten. Dass kurz vor den Neuwahlen am 23. Juli 2023 wieder mit Umbettungen begonnen wird, lässt den Schluss zu, dass es sich nicht allein um die Aufarbeitung des Franquismus und der Diktatur handelt. Ralf Streck aus Donostia im Neuen Deutschland.

  • Das erste ETA-Attentat

    meliton1
    Meliton Manzanas: Faschist und Folterer

    Meliton Manzanas Gonzalez (1909-1968) war ein spanischer Polizist während der franquistischen Diktatur. Im Spanienkrieg kämpfte er bei den Putschisten, während des Zweiten Weltkrieges war er Kollaborateur der Nazis. Später wurde er zum Chef der politischen Polizei in Gipuzkoa und war verantwortlich für Hunderte von Folterungen gegen Oppositionelle. Sein Ende fand Manzanas bei einem Attentat der 1959 gegründeten Untergrund-Organisation ETA, das gleichzeitig deren erste geplante und tödliche Aktion war.

  • Das Hernani-Massaker

    hernani01
    80 Jahre nach franquistischem Kriegsverbrechen

    Im Oktober 1936 wurden wenigstens 128 Personen von den Franquisten erschossen und auf dem Friedhof von Hernani begraben. Darunter Priester, Partei- und Gewerkschafts-Mitglieder, schwangere Frauen und ein Mädchen von 17 Jahren. Keine dieser Personen hatte irgendwelche bedeutenden politischen Funktionen in der Zeit der Republik. Doch das konnte die franquistischen Militärs, die Requetés und Falangisten nicht bremsen, wild entschlossen suchten sie nach Vorwänden, sich an der Bevölkerung zu rächen.

  • Das Lied gegen die Folter

    itziarren1Itziars Sohn - Itziarren semea

    Im Jahr 1969 wurde in baskischer Sprache ein Lied mit dem Titel “Itziarren Semea“ (Itziars Sohn) veröffentlicht. Grundlage für den Liedtext war die wirkliche Geschichte eines mehrfach verhafteten und gefolterten baskischen Aktivisten. So wurde das Lied zum Plädoyer gegen Folter. Itziars Sohn war einer von vielen, die während des Franquismus in den Folterkellern der Guardia Civil schwer misshandelt wurden. Systematische Folter sollte den baskischen Widerstand brechen und das soziale Umfeld schwächen.

  • Das Priester-Gefängnis

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    Zamora, mit päpstlicher Zustimmung

    Das franquistische Regime ging nicht nur gegen Republikaner, Gewerkschafter, Anarchisten und Sozialisten vor, sondern auch gegen widerständische Priester. Bei der Aufarbeitung der Diktatur kam das Kapitel des Priester-Gefängnisses Zamora, in dem vor allem Basken eingesperrt waren, bislang ziemlich zu kurz. Ein Dokumentarfilm mit dem Titel "Apaiz Kartzela" (Priester-Gefängnis), der im November 2021 in die Kinos kommt, soll Licht in die Geschichte bringen. Kirche und Vatikan kommen dabei nicht gut weg.

  • Der 19.Juni 1937: Agur Bilbao

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    Der Fall Bilbaos im Spanienkrieg

    Der zur Verteidigung Bilbaos gebaute „Eiserne Gürtel” wurde am 12. Juni 1937 durchbrochen, danach begann die Agonie des republikanischen Bilbao. Nach verzweifelten Abwehrkämpfen fiel die letzte baskische Bastion eine Woche später in die Hand der aufständischen Faschisten. Versuche der baskischen Regierung, in einem letzten Akt einen Hauch von Humanität in die Kriegshandlungen zu bringen, wurden von der Gegenseite ignoriert. Deren Strategie bestand allein aus Blut, Brutalität und eiserner Hand.

  • Der Burgos-Prozess 1970

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    Franco auf der Anklagebank

    Der Burgos-Prozess von 1970 war ein Schnellprozess vor einem Kriegsgericht gegen sechzehn Aktivist*innen der bewaffneten baskischen Untergrund-Organisation ETA, denen drei Morde und verschiedene Propaganda-Aktionen vorgeworfen wurden. Der Prozess begann am 3. Dezember und endete mit sechs Todesurteilen und hohen Haftstrafen. Massen-Mobilisierungen in Spanien und internationaler Druck sorgten jedoch dafür, dass die Todesurteile noch im selben Jahr von den Franquisten in Haft umgewandelt wurden.

  • Der Friedhof der Lebenden

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    Das Ex-Frauengefängnis in Amorebieta

    Das im Herbst 2019 erschienene Buch der Historikerin Ascensión Badiola mit dem Titel “Individuas peligrosas“ (Gefährliche Individuen), dokumentiert die Grausamkeiten, die die gefangenen Frauen in dieser Strafanstalt in Bizkaia während des Franquismus erlebten. Ein Ort, der eigentlich eher einem Friedhof als einem Gefängnis glich. So wurde die Anstalt unter den Gefangenen auch als “der Friedhof der Lebenden“ bezeichnet. Heute ist in dem ehemaligen Karmeliter-Kloster eine katholische Schule untergebracht.

  • Der nicht endende Franquismus

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    Demokratie oder Franquismus light?

    40 Jahre demokratische Verfassung – oder – Light-Version des Franquismus: Am 6. Dezember 1978 wurde nach dem offiziellen Ende des Franquismus die neue spanische Verfassung per Referendum beschlossen. Sie sollte endlich eine demokratische Epoche in der spanischen Geschichte einleiten. Der 6. Dezember ist deshalb Feiertag und heißt Verfassungstag. Alle im Lande nehmen die Gelegenheit wahr, ein Fazit zu ziehen. Die Schlussfolgerungen zum Thema Verfassung könnten jedoch unterschiedlicher nicht sein.  

  • Der Priesterknast Zamora

    abad01
    Franquismus: Auch Pfarrer nicht verschont

    Ein dunkles und bis heute relativ unbearbeitetes Kapitel der Geschichte der spanischen Franco-Diktatur ist die Repression gegen die Arbeiterpriester der 1960er Jahre. Die katholische Kirche war neben dem Militär, der Guardia Civil, der Falange und der Oligarchie eine der Grundsäulen des faschistischen Regimes. In der baskischen Kirche hingegen gab es Räume, die für den antifranquistischen Widerstand genutzt wurden – selbstverständlich entgegen der Kirchenoberen. Die Opfer fordern Anerkennung.

  • Der rechte Eduardo Chillida

    chilli01Verschwiegene Jugendsünden

    Am 10. Januar 1924 wurde der bekannte Bildhauer Eduardo Chillida in Donostia (San Sebastian, Gipuzkoa) geboren. Vor wenigen Tagen war somit sein 100ster Geburtstag. Grund genug für die baskisch-spanische Presse, Nachrufe und Loblieder anzustimmen, und sein Leben Revue passieren zu lassen. In der ehrengeschichtlichen Schreiberei und in Zeitungs-Beilagen wird alles Mögliche erwähnt und breitgetreten, nur nicht seine jugendliche Überzeugung als "radikaler Franquist“. Ein Idol schwankt auf dem Sockel.

  • Der vorletzte Soldat von 1936

    jose1
    José Moreno mit 100 Jahren gestorben

    83 Jahre nach dem faschistisch-franquistischen Militärputsch vom 18. Juli 1936 sterben die letzten Kämpfer, die sich damals auf Seiten des Baskenlandes und der spanischen Republik den aufständischen Faschisten entgegenstellten. Es verstummen die Stimmen, die aus eigener Erfahrung erzählen können. Verstummt ist nunmehr auch die Stimme von José Moreno Torres aus Bilbao, der vor 100 Jahren geboren wurde und vor 83 Jahren in den Krieg gezogen war, gegen Faschisten aus Spanien, Italien und Deutschland.

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