130 items tagged "Franquismus"

  • Deutsche Spuren (V)

    himmler01Der Kreuzzug Hitlers in Euskadi

    Die Bombardierung Gernikas durch die deutsche Luftwaffe am 26. April 1937 zeigte beispielhaft die Nazi-Präsenz an der Seite der Aufrührer gegen die spanische Republik. Sie war eines von vielen Anzeichen für die Anwesenheit deutscher Truppen und Geheimdienste auf baskischem Boden. Während Hegoalde und Iparralde in den Händen der Faschisten waren, startete am 19. Oktober 1940 der Geheimdienst- und Sicherheitschef des Deutschen Reiches, Heinrich Himmler, Donostia persönlich einen offiziellen Besuch ab.

  • Die argentinische Klage

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    2020: Ein Franquist wird verhört

    In den bürgerlichen Medien gilt Spanien als Modellfall des Übergangs von einer Diktatur zu einer Demokratie. Dabei wurden und werden die Schattenseiten bewusst übersehen. Denn die franquistische politische Klasse blieb nach dem Tod des Massenmörders Franco im Amt: Polizei, Justiz, Militär. Wer sich Politiker nannte, ersetzte das Falange-Hemd durch ein Demokraten-Hemd. Eine Amnestie sorgte für Straffreiheit. Dennoch wurde nun einer der Hemdenwechsler verhört, von einer argentinischen Richterin.

  • Die Blaue Division im 2.WK

    blaudivis01Deutsche Rente für spanische Faschisten

    Mitglieder der Blauen Division, dem franquistischen Freiwilligen-Bataillon, das während des 2. Weltkrieges mit den Nazis kollaborierte, erhalten seit mehr als einem halben Jahrhundert Pensions-Zahlungen von der Regierung der BRD. Die Zahlungen belaufen sich aktuell auf 100.000 Euro und werden gezahlt an 41 ehemalige Kämpfer, 8 Witwen und einen Waisen. Das steht in der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke. Die linke Formation bezeichnet den Vorgang als „Skandal“.

  • Die postfranquistische Rechte

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    Von Ausreden und Notlügen

    Die spanische Rechte hat auch nach 46 Jahren “Demokratie“ die franquistische Diktatur nicht verurteilt. Wie sollte sie auch. Zu eng sind die personellen und ideologischen Querverbindungen zur faschistischen Geschichte des spanischen Staates. Basis für die Kontinuität des Franquismus in neuen Formen ist, dass der Diktator an Altersschwäche starb, nicht aber das Regime. Die politische Öffnung (Transition-Übergang) war ein Tapetenwechsel für die europäische Galerie, die Spanien in der EG haben wollte.

  • Die Republik der Aktivistinnen

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    Baskische Frauen erkämpfen ihre Rechte

    Im Januar 2020 organisierte die Stadt Bilbao in Kooperation mit dem Erinnerungs-Institut Gogora – Institut zur Aufarbeitung des Krieges und der Franco-Diktatur – zum ersten Mal eine Hommage für die Aktivistinnen der Hauptstadt Bizkaias während der Zweiten Republik und des Spanienkrieges von 1936 bis 1937. Das Datum war nicht zufällig, es fiel zusammen mit dem Gründungtag der “Vereinigung Antifaschistischer Frauen“ am 10. Januar 1937. Frauen wir Juana Mir oder Clara Campoamor spielten eine wichtige Rolle.

  • Die vergessene Bombardierung

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    Durango kämpft um seine Geschichte

    Es geschah am 31. März 1937, vor etwas mehr als 81 Jahren. Bei einem Luftangriff der italienischen Luftwaffe, die Mussolini zur Unterstützung des franquistischen Militäraufstands geschickt hatte, wurde die bizkainische Kleinstadt Durango zerstört. 336 Menschen fanden bei diesem Massaker den Tod, unzählige wurden verletzt. Es versteht sich von selbst, dass in Durango jedes Jahr Ende März an diesen schwarzen Tag erinnert wird. Bis heute sucht die Stadt Justiz, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung.

  • Die Verteidigung Bilbaos 1937

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    Franquistischer Durchbruch am “Eisernen Ring“

    Nach dem Militärputsch der faschistischen spanischen Generäle musste die baskische Regierung aus dem Nichts eine eigene Armee aufstellen und die Verteidigung ihrer verbleibenden Territorien organisieren. Navarra, Araba und Gipuzkoa fielen schnell in die Hände der Aufständischen, wichtig war deshalb vor allem die Verteidigung von Bilbao. Dazu wurde ein 80 Kilometer langer “Eiserner Ring“ aus Mauern, Bunkern und Schieß-Stellungen gebaut, der verhindern sollte, dass die Putschisten die Stadt erobern.

  • Durango – Durangaldea

    durangaldea01Die vergessene Bombardierung

    Der Landkreis Durangaldea ist nach seiner Hauptstadt Durango benannt, der größten Stadt Bizkaias außerhalb des Großraums Bilbao. Jeden Sommer fahren Millionen von Reisenden auf der Autobahn A8 durch Durangaldea und an Durango vorbei, auf ihrem Weg nach Madrid, Portugal oder Marokko, ohne den Namen auch nur zur Kenntnis zu nehmen. Vor allem Naturfreund/innen sind es, die hier abbiegen und sich aufmachen zum Naturpark Urkiola, einem Naturschutzgebiet auf 700 Metern Höhe oder um den Anboto-Berg zu erwandern.

  • Erinnerung an Fritz Teppich

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    Der rote Pfadfinder zurück in Baranbio

    Der Spanienkrieg-Freiwillige Fritz Teppich war gerade zwei Monate alt als die Kommunistin Rosa Luxemburg vor 100 Jahren in der Reichshauptstadt ermordet wurde. Er war einer der ersten Ausländer, die aus eigenem Antrieb zur Verteidigung der spanischen Republik in den Süden zogen. Ausgerechnet ins Baskenland. 100 Gründe für Baskultur.Info, die letzten Jahre Revue passieren zu lassen, in denen das antifaschistische Erbe von Fritz Teppich im Baskenland wieder zu Tage gefördert und gepflegt wurde.

  • Erinnerungsorte im Baskenland

    erinnerung01Zwei Seiten einer Vergangenheit

    Auch mehr als 77 Jahre nach den mörderischen Luftangriffen der nazi-deutschen Legion Condor sind im Baskenland sehr unterschiedliche Orte der Erinnerung zu finden. Auf der einen Seite faschistische Denkmäler, Straßennamen, Symbole – in Deutschland gänzlich undenkbar. Auf der anderen Seite Erinnerungsorte für die Opfer aus dem Krieg und der Franco-Diktatur. Nach dem Memoria-Gesetz von 2007 sind faschistische Symbole eigentlich verboten und müssten von den Behörden entfernt werden.

  • Eva Forest in Erinnerung

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    Antifranquistin, Internationalistin

    Genoveva Forest Tarrat, im Baskenland besser bekannt unter dem Namen Eva Forest, war Ärztin, Schriftstellerin, Verlegerin und international bekannte Widerstands-Kämpferin gegen die Franco-Diktatur. Geboren wurde sie am 6. April 1928 in Barcelona, sie starb am 19. Mai 2007 in ihrer baskischen Wahlheimat Hondarribia. Als Oppositionelle gegen das franquistische Regime wurde Eva Forest wiederholt verhaftet und gefoltert. Einige ihrer Erzählungen und Essays wurden auch in die deutsche Sprache übersetzt.

  • Exhumierung nach 81 Jahren

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    Weiterer Schritt in der Kriegs-Aufarbeitung

    Es ist schwer vorstellbar, dass von einer Leiche nur zwei Oberschenkel-Knochen übrig bleiben, auch wenn sie seit mehr als 80 Jahren unter der Erde liegt. So dachten viele der knapp 100 Personen, die sich am 24.3.2018 nach Lemoa in Bizkaia aufmachten, um an einem Bergabhang der Exhumierung eines Soldaten aus dem Spanienkrieg beizuwohnen. Vor 81 Jahren hatten hier heftige Schlachten stattgefunden zwischen den aufständischen Faschisten mit ihren Verbündeten und der baskischen Verteidigungsarmee.

  • Ezkaba: Flucht im Franquismus

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    80 Jahre Massenflucht aus der Bergfestung

    Am 22. Mai 2018 jährt sich zum 80sten Mal die Flucht von Gefangenen aus dem franquistischen Festungsgefängnis San Cristóbal auf dem Berg Ezkaba im Norden Pamplonas. Es handelte sich um die größte Gefängnisflucht der spanischen Geschichte. An der Massenflucht aus dem Vernichtungslager beteiligte sich ein Drittel der 2.500 Häftlinge. 795 Gefangene machten sich auf den Weg. 207 von ihnen wurden auf der Flucht erschossen, der Großteil festgenommen und zurückgebracht. Nur drei erreichten die Freiheit.

  • Faschismus-Aufarbeitung

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    Die Verbrechen zwischen 1936 und 1978

    Nur wenige Tage vor dem 80. Jahrestag des Militärputschs von Franco und weiteren faschistischen Generälen (18.Juli 1936) hat die baskische Regierung eine Studie in Auftrag gegeben, die die Menschenrechts-Verletzungen während des Franquismus untersuchen und dokumentieren sollen. Unter Franquismus wird dabei nicht nur die Zeit des Krieges von 1936 bis 1939 und die folgende 36-jährige Diktatur verstanden, sondern auch die drei Jahre des sog. „demokratischen Übergangs“ nach Francos Tod am 20.November 1975.

  • Faschismus-Verherrlichung

    vx1Prominente Gäste bei VOX

    Trump, Meloni, Uribe... Gaststars beim Festival der faschistischen Partei VOX. Überraschungsgast Nummer Eins bei “Viva22“, von VOX am Wochenende in Madrid veranstaltet, war der ehemalige US-Präsident Donald Trump. In einer aufgezeichneten Botschaft verteidigte er die Grenzen, die konservative Agenda und lobte die Arbeit von VOX-Chef Santiago Abascal. Zur europäischen Prominenz gehörten die Mussolini-Sympathisantin Meloni und die Regierungschefs von Ungarn und Polen, letzterer höchstpersönlich.

  • Faschisten 1937 in Bilbao

    37bilbo01Exekutionen und Gehirnwäsche

    Am 19. Juni 1937 fiel Bilbo in die Hände der aufständischen Franquisten. Die ersten Jahre des Franco-Regimes waren geprägt von Propaganda, Indoktrination und Repression. Nach elf Monaten Krieg und schrecklichen Bombenangriffen auf die Zivilbevölkerung erlebte Bilbo nun die brutale Handschrift der faschistischen Sieger und ihrer deutschen und italienischen Helfer, die noch am selben Tag triumphal durch den Stadtteil Atxuri zogen. Der Krieg war vorbei, eine Ära des Mordens und der Indoktrination begann.

  • Faschisten im Baskenland

    fala01
    Immer wieder die Falange

    Eine Gruppe von Neonazis bedroht im Baskenland linke Aktivist*innen. Die Gruppe „Falange Vasconavarra” (Baskisch-Navarrische Falange) versichert, bis zu 100 Mitglieder zu haben. Über soziale Netze wurden zuletzt mithilfe von Fotos immer wieder linke Treffpunkte als potentielle Angriffsziele markiert – und danach tatsächlich mit Sprühereien und Sachbeschädigungen attackiert. Die Naziführer weisen jegliche Verantwortung zurück und geben sich als „ordnungsliebende Partei“. Bisher ohne Personenschaden.

  • Faschistische Übergangs-Morde

    trans1Buchstudie über Yolanda Gonzalez

    Die baskische Studentin Yolanda González wurde 1980 von Faschisten kaltblütig ermordet. Zwar hat dieses Verbrechen den “demokratischen Übergang“ von der Diktatur zur Demokratie geprägt. Doch war es nicht der einzige Mord, der von Rechtsradikalen und Polizeikräften verübt wurde. Denn, entgegen der heute bevorzugten Geschichtsschreibung, war der Übergang (Transition) alles andere als friedlich und vorbildlich, sondern von hunderten von Morden geprägt, an denen staatliche Sicherheitskräfte beteiligt waren.

  • Festungs-Horror im Theater

    ezkaba01Leiden der Gefangenen 1938

    Ein Theaterstück, das in die Geschichte eines Landes eintaucht, um auf der Bühne zum Nachdenken anzuregen – ist das Ziel von Miguel Goikoetxandia mit “Ezkaba“. Das Stück spiegelt die harten Bedingungen wider, unter denen in den 1930er Jahren Tausende von politischen Gefangenen zu leiden hatten. Es handelt aber auch von der Solidarität, die hinter den Gittern und außerhalb des Gefängnisses entstand. "Die vollständige Geschichte der Festung Ezkaba kann nur durch die Mauern und die Toten erzählt werden".

  • Flucht aus Ezkaba 1938

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    Nach 82 Jahren den Vater gefunden

    Die folgende Geschichte hat ein glückliches Ende, dennoch handelt es sich um eine der tragischen Episoden des Spanienkriegs. Sie ereignete sich in der baskischen Region Navarra und forderte Hunderte von Menschenleben. Auf einen Massenausbruch aus dem Gefängnis Ezkaba folgte die blutige Rache der Franquisten. Viele Geflüchtete verschwanden spurlos, ihre Familien mussten mit der Ungewissheit leben, was aus ihren Vätern wurde. Eine 89-Jährige erlebte das späte Glück, ihren Vater “wiederzufinden“.

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