133 items tagged "Franquismus"

  • Spuren der Guerrilla

    maq01In den Bergen gegen Franco

    Auf der Suche nach den verlorenen Spuren der antifranquistischen Guerrilla: Archäolog*innen und Historiker*innen haben bei Ausgrabungen in Galicien die legendäre Waldstadt (Ciudad de la Selva) entdeckt, die der antifranquistischen Maquis-Guerrilla als Unterschlupf diente sowie als Ausgangspunkt für ihre Aktionen. In diesen Lagern der Guerrilla wurden alte Waffen gefunden sowie verschiedene andere Gegenstände des täglichen Lebens. Historische Forschung wurde verbunden mit archäologischen Arbeiten.

  • Streik der Kabelfrauen

    telstreik1Kein Anschluss … 1973

    Bis heute ist wenig bekannt, dass es auch während des Franquismus Streiks gab, die hart bestraft wurden. Zum Beispiel der in einer Stahlfabrik in Etxebarri wegen Entlassungen. Der Streik der Telefon-Frauen (Kabelfrauen) hatte seinen Ursprung vor fünfzig Jahren in Miraballes, Bizkaia. Es war der erste Telefónica-Streik während des Franco-Regimes, vorbereitet in einem Anruf-Zentrum in der Altstadt. Mit Entlassungen und Gewalt wurde er unterdrückt, die Zentrale wurde von gedungenen Schlägern zerstört.

  • Tag der Gefallenen

    guegun1Erinnerung an die Kämpfer*innen

    Die letzten fünf Hinrichtungen des Franquismus liegen 47 Jahre zurück. September 1975: Innerhalb weniger Stunden werden die ETA-Aktivisten Ángel Otaegi und Jon Paredes "Txiki", sowie die FRAP-Mitglieder José Humberto Baena, Ramón García Sanz und José Luis Sánchez Bravo in Barcelona von Erschießungs-Kommandos getötet. September 2022: “Txikis“ Bruder Diego Paredes beklagt die fehlende Bereitschaft, die damals für solcherart Menschenrechts-Verletzungen verantwortlichen Franquisten zu verfolgen. Bis heute.

  • Topographie des Terrors

    memorandum01Wege zur Erinnerung

    Das im Auftrag der baskischen Regierung im Aufbau begriffene Erinnerungs-Institut „Gogora“ hat Ende 2015 eine Denkschrift präsentiert, in der die wichtigsten Daten zu den Orten des Krieges von 1936 im Baskenland (ohne Navarra) zusammengefasst sind – vom Sitz der baskischen Regierung bis zu den Schlachtfeldern des Krieges, auf denen sich die in aller Geschwindigkeit neu formierte baskische Armee „Eusko Gudarostea“ den franquistischen Truppen und seinen europäischen Verbündeten entgegen stellte.

  • Trauma der Nichtaufarbeitung

    minarro1Der nicht endende Franquismus

    Anna Miñarro (Barcelona, 1959) ist als Psychologin spezialisiert auf die Arbeit mit Opfern des Franquismus. Für sie ist das offene Sprechen über die erlebte politische Repression ein Heilverfahren gegenüber dem aufgezwungenen Vergessen. Miñarro stellt unmissverständlich fest, dass fortgesetztes Schweigen die Grundlage für die Straffreiheit der Kriegs- und Diktatur-Verbrecher ist. Auf dieser Straffreiheit wurde die heutige Demokratie aufgebaut. Aufarbeitung sei ein unverzichtbares Menschenrecht.

  • Txabi Etxebarrieta 1968

    etxeb01Hinrichtung durch die Guardia Civil

    Das ETA-Mitglied Txabi Etxebarrieta wurde am 7. Juni 1968 bei Tolosa (Gipuzkoa) bei einem Schusswechsel mit der Guardia Civil tödlich verletzt. Immer schon wurde in seiner Familie vermutet, dass der "Nahkampf", wie sein Tod offiziell dargestellt wurde, kein solcher war. 54 Jahre nach den Ereignissen konnte von einem Anwalt endlich der amtliche Autopsie-Bericht eingesehen werden. Darin steht, dass er zweimal auf Etxebarrieta geschossen wurde, das zweite Mal von hinten, aus kürzester Entfernung.

  • Txiki, Otaegi - 45 Jahre

    txik01
    Francos letzte Hinrichtungen 1975

    Die Basken Angel Otaegi und Jon Paredes “Txiki“ wurden zusammen mit drei weiteren politischen Aktivisten am 27. September 1975 – vor genau 45 Jahren, an verschiedenen Orten des Spanischen Staates hingerichtet, nachdem sie mit unterschiedlichen Vorwürfen konfrontiert zum Tode verurteilt wurden. Diese letzten Hinrichtungen der Franco-Diktatur riefen weltweit Empörung und Reaktionen hervor, vom Vatikan bis hin zu westlichen Regierungen. Im Baskenland und Spanien kam es zu Streiks und Protesten.

  • Ultrarechts und ultrakatholisch

    OP01
    VOX und Opus Dei in Navarra

    In der spanischen Parteienlandschaft hat sich in den vergangenen Jahren eine neue ultrarechte Partei breit gemacht, die dem Beispiel vieler anderer Ultra-Organisationen in Europa folgt. Spanien sei das letzte Land, in dem Neofaschisten in Parlamente einziehen, heißt es mitunter. Doch ganz so neu und unbekannt sind die Gesichter nicht. Viele von ihnen haben eine Vergangenheit in der postfranquistischen Volkspartei PP von Aznar, Rajoy und Casado. Die ist ihnen nun zu liberal und korrupt geworden.

  • Urbanismus im Franquismus

    urb01
    Autoritäre Erneuerung gescheitert

    1945 herrschte in Bilbao der Franquismus, der gültige Urbanismus-Plan stammte aus dem Jahr 1875. Siebzig Jahre ohne Aktualisierung machten neue Projekte dringend notwendig in der von Industrialisierung und Inmigration geprägten Tal-Stadt. Der franquistische Bürgermeister Zuazagoitia erarbeitete in Zusammenarbeit mit den Zentral-Behörden einen Plan, bei dem es nicht nur um die Stadt selbst gehen sollte, sondern gleich um den ganzen Großraum. Autoritarismus und Egoismus verhinderten die Umsetzung.

  • Vergangenheitsbewältigung?

    goethe1Kennzeichen Langsamkeit

    Die Notwendigkeit der Erinnerung: Für die wahre Versöhnung einer Gesellschaft spielt die Aufarbeitung der Vergangenheit eine entscheidende Rolle. Im spanischen Staat warten viele Opfer des Spanischen Bürgerkrieges (Spanienkriegs) und der Franco-Diktatur noch immer auf Wahrheitsfindung, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung. Weil es zwischen Diktatur und Demokratie nie einen politischen Bruch gab und die alte politische Herrschaft im Amt blieb, bremsen postfranquistische Kräfte die Aufarbeitung bis heute.

  • Vergessene Frauen-Schicksale

    satur01
    Blinde Flecken der Kriegs-Aufarbeitung

    Nicht nur Männer waren von der franquistischen Repression betroffen. Weniger bekannt und erforscht ist, dass der spanische Diktator Franco auch baskische Frauen erschießen und in der Provinz Bizkaia zwei zusätzliche Gefängnisse ausschließlich für Frauen einrichten ließ. Über das Frauen-Gefängnis Saturraran in Mutriku ist einiges bekannt, deutlich weniger über die Anstalten in den Kleinstädten Zornotza (Amorebieta) und Durango, in denen viele Spanierinnen und weniger Baskinnen eingesperrt waren.

  • Was war die “Legion Condor“?

    condor01Die "Wahrheit" eines Kriegsverbrechens

    Gernika, Picasso, von Richthofen, Bürgerkrieg, Internationale Brigaden, Legion Condor – das sind die wenigen Stichworte, die einigen von uns heute noch bekannt sind über ein historisches Ereignis, das die deutsche wie die spanische und baskische Geschichte wesentlich beeinflusst hat. Ohne Gernika war der zweite Weltkrieg nicht denkbar. Im Baskenland und Spanien wurden militärische Versuche gemacht, die in Warschau und Coventry zur massiven Anwendung kamen.

  • Wie eine Befreiung

    ogro1Das Ende von Carrero Blanco

    Keine Aktion in der 60-jährigen Geschichte der baskischen Untergrund-Organisation ETA (Euskadi ta Askatasuna – Baskenland und Freiheit) hat derart tiefe Spuren in der spanischen Geschichte hinterlassen wie das Attentat gegen Francos designierten Nachfolger Carrero Blanco. In einer Epoche, in der sich die franquistische Diktatur angesichts von Volkswiderstand und vielen Streiks in der Krise befand, tötete ETA in einem spektakulären Attentat den Nachfolger. Interview mit der Schriftstellerin Eva Forest.

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